11
2010
Am Tag, als alle Schranken fielen…
Was war das Leben früher beschaulich. Man hatte klare Grenzen die aufzeigen, wo der Weg endet. Wie in der Dehnerhofstrasse in Radevormwald, an dessen Ende StVO Prellböcke angebracht wurden, um den Durchgangsverkehr nicht durch die beschauliche Straße zu lassen. Man gab dem Bürger seine befriedete Ruhe.
Heute ist alles anders!
Der Winter hat Radevormwald fest im Griff. Weil man nicht mehr wusste wohin damit, hat man den Schnee an den Pöllern soweit aufgetürmt, dass sie schließlich vollständig in Schnee und Eis versunken sind. Man hat sie im Auge des Betrachters zumindest temporär ihrer Existenz beraubt; ihres Auftrags obendrein. Der Schneeberg riss die Arbeit an sich, als Barrikade zu dienen. Doch er machte seinen Job nicht gut, weil er auch dem befußten Volk den Weg versperrte. Und da die Zustände eher noch schlechter wurden, bevor es besser wurde, beauftragte die Stadt ein Unternehmen mit der Beseitigung des Schneebergs, um den Pöllern wieder ihre rechtmäßige Existenz zu sichern. Doch was war geschehen? Die unter dem Schneeberg vergrabenen Pöller sind mitsamt des Schnees nach dem Abbau verschwunden, und für einen Zeitraum von ca. 24 Stunden herrschte das totale Chaos. An was sollte man sich noch halten können, jetzt, wo die Schranke fiel? Glücklicherweise sind wir wohlbehütet, sodass umgehend Abhilfe geschafft wurde. Jetzt läuft alles wieder, bis auf ein paar anarchistische Dreckschaoten die Schilder nicht lesen können und diese umkurven, in ruhigen Bahnen. Heute schlafe ich besonders ruhig. Zum Glück ist die Unsicherheit jetzt wieder vorbei!




Kommentar by Herr Olsen - 11. Februar 2010 um 11:43Uhr
“Pöller” oder “Poller”?
(-;
Kommentar by jm - 11. Februar 2010 um 12:37Uhr
Wer hätte es gedacht: Kaum ist das Hindernis beseitigt, macht sich bürgerlicher Ungehorsam in Form von Durchfahrung platz.
Geradezu anarchistisch, diese Radevormwalder …
Kommentar by admin - 11. Februar 2010 um 14:10Uhr
Furchtbar, in welcher Welt wir hier leben!
@Herr Olsen: Eine Frage des Dialekts.
Kommentar by Oli S. - 11. Februar 2010 um 17:24Uhr
Nicht zu fassen! Da wurde die 150m lange Straße tatsächlich in beide Richtungen befahren? Ich nehme mal an von mindestens …. 15 Autos? Hätte ich das gewusst, wäre ich da auch ein paar mal durchgefahren. Nur so zum Spaß.
Kommentar by NiKi - 12. Februar 2010 um 02:35Uhr
Wenn bei der nächsten Straßensanierung Anliegerbeiträge verlangt werden, würde ich aufgrund dieser 15 zerstörerischen Autos die Stadt verklagen!
Rade Alaaf uund gute Nacht!
Kommentar by Marcel - 12. Februar 2010 um 15:00Uhr
Zu dem Thema das die Sackgassen (Am Kreuz, Kreuzstr, Dehnerhofstr) wieder geöffnet wurden will ich auch mal was sagen!
Wir selber haben beim Ordnungsamt angerufen und drum gebeten unsere Str zu öffnen, da es nicht mehr möglich war wenn Gegenverkehr kam diesen durchzulassen. Auch hat sich im Wendehammer zuviel Schnee angesammelt das dort kein Wenden mehr möglich war (sage nur Müllwagen der nur Rechteseite laden kann)
Hätten die Lieben Anwohner ihren Schnee nicht immer schön auf die Straße geschüppt (was nicht erlaubt ist in Radevormwald) würde man diese Straßen auch nicht wieder öffnen müßen!!! Aber diese leute werden wohl noch vom Ordnungsamt hören.
Kleine anmerkung noch: In der Kreuzstr war es so schlimm das wir mit dem LKW nicht mehr durch kamen (wegen Parkenden Fahrzeugen) also kam Polizei und Ordnungsamt.