Von Tauben zu Tauben zum Gedächtnis und zurück

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Vor unzähligen Dekaden, also vor etwas über drei Jahren, hatte ich einen recht umfangreichen Artikel geschrieben, in dem ich Alf, den Messias und die Roswell-Verschwörung untergebracht habe. Jetzt ist mir von irgendwo ein Zitat im Kopf hängen geblieben, welches seitdem immer wieder hin und her hallt. Ich kann es nicht mehr wörtlich aber doch sinngemäß wiedergeben:

Mit einem religiösen Menschen den Glauben zu diskutieren ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Erst schmeißt sie sämtliche Figuren um und stolziert dann ob ihrer Tat voller Zufriedenheit über das Spielbrett.

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Nächste Ausfahrt

Große Freiheit
Große Freiheit

Wir freuen uns über die ersten Worte unserer Kinder, wir fördern die Entwicklung der Sprache, um ihnen dann den Mund zu verbieten. Wir erlauben ihnen ungeahnte Kreativität im Rahmen von Malen nach Zahlen. Wir erziehen unsere Kinder zu Selbstbewussten und selbstbestimmte Menschen, um sie dann in fremdbestimmte Systeme zu pressen. Schon Familie mutiert gerne zum faschistoidesten System, was wir kennen. Mit dem Prinzip der Selektion nach Leistung geht es dann direkt in der Schule weiter. Die Selektion nach Konformismus folgt spätestens in der Ausbildung.

Warum erfinden wir den Kreis, wenn uns nach einem Rechteck dürstet? Und weil wir selbst verlernt haben zu spielen, sehen wir auch gerne andere nicht mehr spielen – erst recht nicht, wenn wir es nicht verstehen. Wir wissen nicht was es ist und was es bedeutet, aber wir wissen, dass wir es nicht wollen. Unter dem Diktat von Ökonomie erwürgen wir echte Entwicklung. Und wenn keine Luft mehr zum Atmen ist stellen wir uns verwundert vor die Kamera um zu attestieren, dass doch alles immer ganz normal war.

Doch wem man einen sicheren Hafen baut muss man erlauben, auch mal die Segel zu setzen. Sonst ist man Wärter im Gefängnis.

Mehr Licht!

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Wenn man das Ende des Gartens schon nicht mehr sehen kann, weil alles in einer nebligen Suppe verschwindet, muss man sich eben anderweitig Licht verschaffen! Es wird schon wieder… Das Bild gab es schon mal – unbearbeitet. Geht aber immer wieder.

Von der Kunst die Unzulänglichkeit zu lieben

Die Wupper in Müngsten
Die Wupper in Müngsten

Ich bin ein Perfektionist. Diebische Freude bereitet es mir meine Systeme, meine Arbeit, immer weiter zu optimieren. Der Computer ist mir ein dankbares Werkzeug, da es nur richtig und falsch kennt. Ein klares System – nichts ist einfacher als Softwareentwicklung. Aber es ist kühl. Im richtigen Moment ist es das Ertragen der Unzulänglichkeit und das Erheben der eigenen Handlung zur Maxime, des eigenen Schaffens und Gedankens, des eigenen Seins, um diese Welt für sich wärmer zu gestalten, das höchste Sein. Und es muss nicht perspektivlos sein, gerade wenn es schwindelig alternativlos erscheint.

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Der erste Tag

Armin Gerhardts
Armin Gerhardts

Nichts habe ich gesagt
noch habe ich je etwas getan
Dies ist der erste Tag…
Lacrimosa – Der erste Tag

Also geht es nun weiter. Und gäbe es einen Reifeprozess zu konstatieren, so mündete er unweigerlich in der Gewissheit noch zynischer, noch sarkastischer, noch bissiger und noch anarchistischer sein zu müssen, obschon ich durchaus wieder erhalten habe, wonach ich lange suchte. Vielleicht auch gerade deshalb. Denn eins ist klar: Wenn das der Frieden ist, muss man den Krieg nicht noch erfinden!

Allgemeine Begriffe und großer Dünkel sind immer auf dem Wege entsetzliches Unheil anzurichten.
Goethe

Für meinen Schilderfreund

Die Immeo Wohnen Service GmbH warnt strengstens!
Die Immeo Wohnen Service GmbH warnt strengstens!

Ich kann mir gar nicht vorstellen wer hier seinen alten Kühlschrank runterschleppt. Und der Grünabfall aus den anliegenden Gärten ist bestimmt weniger störend als dieses Windsegel.

Früher war hier eine super Schlittenpiste. Genau hier ist mein Airbob kaputtgegangen. Schöner Mist. Später war hier ein Laubenpieper der nach streng amerikanischer Sitte ungenutzte Naturfläche durch Einzäunung annektierte und fortan allerlei Unrat darauf ansammelte. Dann verließ es mich. Und nu das da.

Ein Tag an meinem Fenster

Ein Tag an meinem Fenster
Ein Tag an meinem Fenster

Ich verbrachte einen Tag an meinem Fenster
um zu sehen was so vor sich geht
Die Nacht darauf konnt ich nicht schlafen
Der Gedanke in meinem Kopf sagte: Es ist zu spät!
Ich feierte meine neugewonnene Erkenntnis mit Freunden
die sich aufs Schweigen verstehen
Wir schlugen uns tiefe Wunden
Die Narben davon kann man heute noch sehn.
Nun der Tod sich langsam nähert
Ist es Zeit aufzuschreiben und zu bewahren
Was ich von jenem Tag an wusste
Nun sollst auch Du es erfahren:

Es ist zu spät!

Für das gute Gewissen

Grüner Strom
Grüner Strom

Euer Liebten! Aus der Wand dort kümmt keen Strom, wiewohl die Dose höhnisch lächelt!

Wir sind alle ganz schön weich in der Dose, lassen uns einlullen von Wohlstandsreligionen. Ich müsste diesen Beitrag eigentlich mit einem Zweizeiler aus einem Lied von Nirvana eröffnen, nicht ganz zufällig mit dem Namen „Lithium“(*):

I’m so happy because today I found my friends
Light my candles in a daze because I found god

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Bulcsú Payne – Kontroll

Im Rahmen meiner Foto-Jahresarchivierung tauchte da plötzlich wieder dieser Film auf. Da war doch was letztes Jahr? Genau. Im Mai letzten Jahres rauschte ich durch den Budapester Untergrund, auf zu Hause tauchte schnell der Film Kontroll vor meinem Auge auf, der in eben dieser U-Bahn gedreht wurde – ausschließlich, und mich nach den ersten Umdrehungen im Player direkt gepackt hat, und ich bin bekanntlich nicht leicht zu begeistern! Vielleicht liegt es daran, dass Bulcsú, der Hauptdarsteller, mich so an den PC-Spiel Max Payne erinnert (den Film lasse ich unkommentiert!)?

Ich habe nie ungarische Musik gehört bisher, und einen Film schon gar nicht gesehen. Hier kommt aber beides bestens zusammen. Deshalb eine ehrliche Empfehlung für alle Cineasten, die den Film nicht kennen, aber mit bild- und tongewaltigen Ergüssen viel anfangen können, die darüber hinaus in einer ebenso amüsant wie spannenden Story verpackt sind.

Bei amazon in der Special Edition zum Füllmaterial-Preis!

Auf Google+ habe ich letztes Jahr bereits ein Bild der Budapester U-Bahn veröffentlicht. Hinter mir stand, als ich das Foto machte, übrigens eine Frau die Interesse an meinem Portmonnaie bekundete – aber recht plump. Es war, nur dass kein falscher Eindruck entsteht, aber der einzige Vorfall der Art. Budapest war ruhig, sauber und freundlich. Kein Vergleich mit Amsterdam!