<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Armin Gerhardts Fototagebuch (Rhld.) &#187; Alte Kacke</title>
	<atom:link href="http://www.armin-gerhardts.de/category/alte-kacke/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.armin-gerhardts.de</link>
	<description>In diesem Blog hören wir auf die Gesetze der Thermodynamik!</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 12:06:53 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Radevormwald Neuland &#8211; km 10.6 &#8211; km 10.7</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/07/30/radevormwald-neuland-km-106-km107/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/07/30/radevormwald-neuland-km-106-km107/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 11:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Von Damals nach Heute]]></category>
		<category><![CDATA[Radevormwald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2601</guid>
		<description><![CDATA[Bewusst oder nicht; im Winter 1971/1972 begab sich mein Vater nach Radevormwald, Ortsteil Neuland. Im Vordergrund sehen wir den Bau des heutigen Klärwerks. Interessanter ist jedoch der Hintergrund. Hier zieht eine V100 ein paar Umbauwagen die Rampe nach Dahlerau hinauf. Dies war ein alltägliches Bild auf der Nebenbahnstrecke von Wuppertal ins Oberbergische. Mein Vater betätigte den Auslöser, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2602" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/Radevormwald-Neuland-Eisenbahnunglueck-1-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2602" title="Radevormwald Neuland - Stelle des Eisenbahnunglücks 1971" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/Radevormwald-Neuland-Eisenbahnunglueck-1.jpg" alt="Radevormwald Neuland - Stelle des Eisenbahnunglücks 1971" width="450" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">Radevormwald Neuland - Stelle des Eisenbahnunglücks 1971</p></div>
<p>Bewusst oder nicht; im Winter 1971/1972 begab sich mein Vater nach Radevormwald, Ortsteil Neuland. Im Vordergrund sehen wir den Bau des heutigen Klärwerks. Interessanter ist jedoch der Hintergrund. Hier zieht eine V100 ein paar Umbauwagen die Rampe nach Dahlerau hinauf. Dies war ein alltägliches Bild auf der Nebenbahnstrecke von Wuppertal ins Oberbergische. Mein Vater betätigte den Auslöser, als sich der Zug an der Stelle befand, an der sich am Abend des 27. Mai 1971 das dramatische Zugunglück ereignete. Heute ist die Sicht zugewachsen, und auch die Fotostelle nicht mehr erreichbar:</p>
<div id="attachment_2605" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/Radevormwald-Neuland-Eisenbahnunglueck-2-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2605" title="Blick auf die Unglücksstelle heute" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/Radevormwald-Neuland-Eisenbahnunglueck-2.jpg" alt="Blick auf die Unglücksstelle heute" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf die Unglücksstelle heute</p></div>
<p>Zwar sind Zäune dazu da um Tiere einzupferchen, doch rechts von mir fing eine Videoüberwachungsanlage hektisch an zu blinken, als ich mich dem Gelände näherte. Man muss ja nicht alles provozieren. Also kein wirklich originalgetreues "Heute-Foto", sondern von leicht verändertem Standpunkt.</p>
<p>Und doch, begibt man sich auf die Spuren, findet man diese eindeutig. Das Gleisbett an der Stelle besteht noch immer aus den Stahlschwellen des Herstellers Thyssen aus dem Jahr 1937, die auch während des Unglücks dort lagen. Das Ereignis hat tiefe Spuren hinterlassen. Nicht nur im kleinen Städchen Radevormwald, dass 46 Menschen, wovon 41 Kinder waren, verlor; die Spuren findet man auch heute noch im alten Gleisbett, in den alten Stahlschwellen:</p>
<div id="attachment_2606" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/Radevormwald-Neuland-Eisenbahnunglueck-3-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2606" title="Spuren der entgleisten Diesellok im Gleisbett" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/Radevormwald-Neuland-Eisenbahnunglueck-3.jpg" alt="Spuren der entgleisten Diesellok im Gleisbett" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Spuren der entgleisten Diesellok im Gleisbett</p></div>
<p>Wenn man diese Strecke entlanggeht, bekommt man ohnehin ein sehr beklemmendes Gefühl. Die Strecke schlängelt sich in engen Kurven zwischen Wupper und Wuppertalstraße in der Mitte hindurch. Teilweise ist die Sicht auf die Strecke keine 50m weit. Auf der einen Seite der Betonklotz Straße, auf der anderen ein mitunter tiefer Abhang zur Wupper. Gerade wenn man diese Strecke einmal abläuft bekommt man ein ganz bescheidenes Gefühl dafür, wie sich die Zugführer gefühlt haben müssen, als sie sich aus dem Nichts gegenseits wahrgenommen haben.</p>
<p>Ich finde dieses Stück Gleis ist sehr viel mahnender, als die nach dem Busunglück in Vogelsmühle errichtete Tafel. Baut das Gleis aus, und legt es am Marktplatz in den Boden. Zumindest käme es dann an den Punkt, wo das Zugunglück für viele Radevormwalder immer wieder mal steht: im Mittelpunkt. Oder baut wenigstens den Kilometerstein aus!</p>
<p>Nächstes Jahr jährt sich das Unglück zum vierzigsten mal. Ein Grund für einen längeren Artikel und der Suche nach Spuren heute.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/07/30/radevormwald-neuland-km-106-km107/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bahnhof Solingen-Schaberg 07.1973</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/07/04/bahnhof-solingen-schaberg-07-1973/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/07/04/bahnhof-solingen-schaberg-07-1973/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 11:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Von Damals nach Heute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2502</guid>
		<description><![CDATA[Genaugenommen ist Schaberg nie ein Bahnhof gewesen, sondern immer ein Haltepunkt. Die Umbauwagen sind schon längst auf die Nebenbahn verbannt, und für 30 Jahre prägte dieses Bild, bei einer Laufleistung von über 4 Millionen km/Jahr, den Nahverkehr über die Müngstener Brücke, der Direktverbindung von Remscheid nach Solingen und zurück: V100 (211/212) mit drei Silberlingen, wovon der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2503" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/bahnhof-solingen-schaberg-1973-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2503" title="V100 Bahnhof Solingen Schaberg" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/bahnhof-solingen-schaberg-1973.jpg" alt="V100 Bahnhof Solingen Schaberg" width="450" height="296" /></a><p class="wp-caption-text">V100 Bahnhof Solingen Schaberg</p></div>
<p>Genaugenommen ist Schaberg nie ein Bahnhof gewesen, sondern immer ein Haltepunkt. Die Umbauwagen sind schon längst auf die <a href="http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/14/bahnhof-radevormwald-bergerhof/">Nebenbahn</a> verbannt, und für 30 Jahre prägte dieses Bild, bei einer Laufleistung von über 4 Millionen km/Jahr, den Nahverkehr über die Müngstener Brücke, der Direktverbindung von Remscheid nach Solingen und zurück: V100 (211/212) mit drei Silberlingen, wovon der hintere jeweils der Steuerwagen war. Mir selbst ist nie ein Zug untergekommen, der nicht von Solingen aus mit Steuerwagen voran gefahren wäre; stets zog die V100 den Zug den Remscheider-Berg hoch, während sie den Ronsdorfer-Berg den Zug schob.</p>
<p>Und wie es mit der Perspektive in Schaberg heute aussieht, dass verrät der <a href="http://blog.tetti.de/">Tetti</a> bestimmt in Kürze! <img src='http://www.armin-gerhardts.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/07/04/bahnhof-solingen-schaberg-07-1973/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kammgarn Spinnerei</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/24/kammgarn-spinnerei/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/24/kammgarn-spinnerei/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 08:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Von Damals nach Heute]]></category>
		<category><![CDATA[Remscheid]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2465</guid>
		<description><![CDATA[Wir sehen einen abendlichen Blick aus 1988 auf die alte Kammgarn-Spinnerei, mit dem bis heute prägnanten Schornstein - eine Landmarke in Lennep. Am Schornstein befindet sich seit Jahren die (beleuchtete) Außenwerbung von Feuerschutz Jockel. Feuerschutz... Das Bild entstand vom Dach der zum Zeitpunkt der Aufnahme sich im Bau befindlichen, neuen Feuerwache Remscheids "auf dem Knapp". [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2466" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/kammgarn-spinnerei-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2466" title="Kammgarn Spinnerei Remscheid" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/kammgarn-spinnerei.jpg" alt="Kammgarn Spinnerei Remscheid" width="450" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Kammgarn Spinnerei Remscheid</p></div>
<p>Wir sehen einen abendlichen Blick aus 1988 auf die alte Kammgarn-Spinnerei, mit dem bis heute prägnanten Schornstein - eine Landmarke in Lennep. Am Schornstein befindet sich seit Jahren die (beleuchtete) Außenwerbung von <a href="http://www.jockel.de/">Feuerschutz Jockel</a>. Feuerschutz... Das Bild entstand vom Dach der zum Zeitpunkt der Aufnahme sich im Bau befindlichen, neuen Feuerwache Remscheids "auf dem Knapp". Feuerschutz Jockel ist in den 80ern vom Goldenberg in einen des Teil damals schon leer stehenden Firmenkomplexes Kammgarn gezogen, und befindet sich dort noch heute.</p>
<p>Rechts erhebt sich das über Jahrzehnte an der Trecknase stehende Firmenlogo "Barmag". Eine interessante Randnotiz ist, dass genau dieses Logo, was lange für einen sicheren, gut bezahlten und ruhigen Arbeitsplatz stand, Jahre später vom Fotografen selbst, der ehemals ebenfalls dort gearbeitet hat, später in seiner Selbstständigkeit gegen ein aktuelles <a href="http://www.mcmuffin.de/cat-Leuchtwerbung-Lichtwerbung-Schilder-Leitsysteme-24.html">Werbeschild ausgetauscht</a> wurde.</p>
<p>Im Vordergrund des Bildes befinden sich zwei Häuser. Genau auf der Mitte befand sich ehemals eine Schranke. Der Weg mit dem Auto über die Abkürzung Jägerwald nach Lennep war versperrt. Angesichts des doch auch sehr spitzsteinigen Feldwegs war er jedoch, außer per pedes, auch nie zu empfehlen.</p>
<p>Der Komplex der Kammgarn-Spinnerei ist heute, nachdem er Jahrzehnte leer stand und vergammelte, bis auf das Nötigste abgerissen. Die Schranke ist weg und entstanden ist ein von Jägerwald zugänglicher, neuer Gewerbepark. Daran schließt, lassen wir die alte Kammgarn Arbeitersiedlung mal weg oder zählen sie hinzu, direkt der alte Lenneper Güterbahnhof nebst Bahnbetriebswerk an. Meiner Information nach blieb eine EU-weite Ausschreibung jedoch ohne Interessent. Also haben die Birken noch ein wenig Zeit, die das Gelände dort längst vereinnahmt haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/24/kammgarn-spinnerei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bahnhof Radevormwald-Bergerhof</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/14/bahnhof-radevormwald-bergerhof/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/14/bahnhof-radevormwald-bergerhof/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:54:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Von Damals nach Heute]]></category>
		<category><![CDATA[Bergerhof]]></category>
		<category><![CDATA[Radevormwald]]></category>
		<category><![CDATA[V100]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2421</guid>
		<description><![CDATA[Was läge bei all den nun schon digitalisierten Dias näher, als sich mal auf die Spuren meines Vaters zu begeben? Ich wollte sowieso längst einen Artikel mit Fotos verbliebener Fragmente der alten Bahnstrecke veröffentlichen. Nun habe ich direkt auch das Beweismaterial! Wir sehen eine typische Nebenbahnszene. Eine V100 mit drei Umbauwagen. Die V100 beherrschte die Schienen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2423" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/bahnhof-bergerhof-2-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2423" title="Bahnhof Radevormwald-Bergerhof - V100 (212 044-2) mit Umbauwagen" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/bahnhof-bergerhof-2.jpg" alt="Bahnhof Radevormwald-Bergerhof - V100 (212 044-2) mit Umbauwagen" width="450" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Bahnhof Radevormwald-Bergerhof - V100 (212 044-2) mit Umbauwagen</p></div>
<p>Was läge bei all den nun schon digitalisierten Dias näher, als sich mal auf die Spuren meines Vaters zu begeben? Ich wollte sowieso längst einen Artikel mit Fotos verbliebener Fragmente der alten Bahnstrecke veröffentlichen. Nun habe ich direkt auch das Beweismaterial! Wir sehen eine typische Nebenbahnszene. Eine V100 mit drei Umbauwagen. Die V100 beherrschte die Schienen des Bergischen Lands nach dem Dampflokzeitalter. Dem schmucken Weinrot bzw. Altrot der Lok nach zu urteilen, müsste das Bild irgendwann in den 70er Jahren entstanden sein. Doch dafür muss man gerade auch aufgrund der Qualität des Dias kein Fachmann sein, existierte die Strecke doch in den 80ern bereits nicht mehr. Ein Bild der Endzeitstimmung der Strecke. Heute heißt der Fuß- und Radweg runter zu Kräwinkel schlicht "Bahntrasse". Warum zeigt das Foto. Der Bahnhof Radevormwald-Bergerhof zeigt aktuell so:</p>
<div id="attachment_2424" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/bahnhof-bergerhof-1-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2424" title="Bahnhof Radevormwald-Bergerhof" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/bahnhof-bergerhof-1.jpg" alt="Bahnhof Radevormwald-Bergerhof" width="450" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Bahnhof Radevormwald-Bergerhof</p></div>
<p>Das Bahnhofsgebäude existiert noch; darin befindet sich nun das Resaurant mit dem ausgefallenen Namen "Alter Bahnhof". Und die Lok, die scheint es <a href="http://www.v100.de/index.php?nav=1401007&amp;file=mak_1000180_52&amp;action=image">auch noch zu geben</a>!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/14/bahnhof-radevormwald-bergerhof/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dias digitalisieren mit einem Dia Duplikator</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/09/dias-digitalisieren-mit-einem-dia-duplikator/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/09/dias-digitalisieren-mit-einem-dia-duplikator/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 10:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dia Digitalisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2383</guid>
		<description><![CDATA[Das Prinzip eines Dia Duplikators entspricht im Prinzip dem der Billig-Dia"scanner". Hier wird das Dia einfach von hinten beleuchtet und abfotografiert. Der große Vorteil liegt darin, dass der Scan eben so lange dauert, wie man mit der Kamera das Dia belichtet.  
Ein weiterer großer Vorteil in dem Fall ist, dass moderne Digitalkameras Bildmanipulation mittlerweile ungefragt unmittelbar vornehmen, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2384" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/dia-duplikator-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2384" title="Straßenbahn 1988 München - digitalisiert mit Hama Dia-Duplikator" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/dia-duplikator.jpg" alt="Straßenbahn 1988 München - digitalisiert mit Hama Dia-Duplikator" width="450" height="302" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenbahn 1988 München - digitalisiert mit Hama Dia-Duplikator</p></div>
<p>Das Prinzip eines Dia Duplikators entspricht im Prinzip dem der Billig-Dia"scanner". Hier wird das Dia einfach von hinten beleuchtet und abfotografiert. Der große Vorteil liegt darin, dass der Scan eben so lange dauert, wie man mit der Kamera das Dia belichtet.  </p>
<p><span id="more-2383"></span>Ein weiterer großer Vorteil in dem Fall ist, dass moderne Digitalkameras Bildmanipulation mittlerweile ungefragt unmittelbar vornehmen, und z.B. Vignettierungen bereits ziemlich gut herausrechnen können und auch günstige Kameras längst manuellen Eingriff in den Weißabgleich ermöglichen. Life-View gibt dem Fotoamateur dann obendrauf noch direkt eine passable Vorschau. So kann man tasächlich auf die Schnelle Dias digitalisieren. Preislich liegt man zwischen 50-100€ genau im Bereich der Ein-Knopf-Dia-Scanner, erhält jedoch im Resultat ein mit großem Abstand besseres Ergebnis, da man selbst die Rahmenbedingungen setzen kann. Und je besser die Konstitution des Dias ist, umso besser ist natürlich auch das Ergebnis. </p>
<p><strong>Der Dia-Duplikator</strong><br />
Der Dia-Duplikator wird über das Filtergewinde direkt vor das Objektiv geschraubt. Man sollte jedoch unbedingt ein Objektiv verwenden, dessen Tubus sich beim fokussieren nicht mitdreht, und, dazu weiter unten mehr, auch möglichst nicht seine Größe verändert (also weder aus- noch einfährt). </p>
<div id="attachment_2387" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/hama-diaduplikator-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2387" title="Hama Dia Duplikator" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/hama-diaduplikator.jpg" alt="Hama Dia Duplikator" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Hama Dia Duplikator</p></div>
<p>Am hinteren Ende des Dia Duplikators befindet sich eine Streulichtplatte, die für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Dias sorgen soll, und dies auch ganz anständig macht. Dahinter wird über einen Schlitten, der in meinem Fall leider gerade mal zwei Dias fasst, das Dia eingeschoben. Der schwarze Block, in dem das Dia steckt, ist zudem noch vertikal justierbar. Am vorderen Ende befindet sich die wichtige Nahlinse, die das Dia auch entsprechend "ranholt". </p>
<div id="attachment_2388" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diaduplikator-hama-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2388" title="Hama Diaduplikator" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diaduplikator-hama.jpg" alt="Hama Diaduplikator" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Hama Diaduplikator</p></div>
<p>An crop Kameras liegt die ideale Brennweite des Objektivs nach meiner Erfahrung schwankend bei ~70mm. Nichts also für eine Festbrennweite, hier wird in der Regel das Zoom die Arbeit verrichten müssen, und da kommen wir zu einer weiteren, wichtigen Bedingung für adäquate Ergebnisse: Die Wahl des Objektivs. In dem Brennweitenbereich liegen brauchbare Objektive jenseits des 52mm Gewinde (zumindest ist mir keins für Nikon bekannt), über das der Dia Duplikator verfügt. Also ist in der Regel noch ein ein Step-Down Adapter nötig. Für Nikon habe ich mich bei der Objektivwahl zum 70-300VR entschieden, welches bekanntermaßen ausgesprochen scharf auch schon am untersten Ende ist und mit dem step-down Adapter auf 70mm perfekt das Dia erfasst. Eine Alternative wäre noch mein 28-75 Tamron - allerdings lässt es am oberen Ende doch ein wenig nach, zudem ist es mir ganz lieb, nicht mit der Brennweite noch einen "schwimmenden Wert" zu haben, der nachgestellt werden muss. Ein 70mm Festbrennweite-Makro wäre natürlich das beste in der Kette, aber man kann nicht alles haben. </p>
<p><strong>Die Sache mit der Ausleuchtung<br />
</strong>Der spärlichen Beschreibung war zu entnehmen, man solle den Dia-Duplikator gegen eine helle Lichtquelle, idealerweise einen bewölkten Himmel richten. Die Streulichtscheibe wird das Dia dann optimal ausleuchten. Das funktioniert in der Praxis wie bereits erwähnt erstaunlich gut. Doch wenn es um mehr als 5 Dias geht, ist das ausgesprochen lästig, das ganze System für jedes Dia erneut auszurichten und zu fixieren, und die Kamera entsprechend anzupassen. Also wäre eine fixe Lichtquelle auf dem Schreibtisch sinnvoll. Und genau dort schaue ich gerade rein. Schnell ein weißes Bild erzeugt und auf Vollbild gezoomt. Hat man nicht den allergünstigsten Monitor, kann man in der Regel die Farbtemperatur genau bestimmen. Dies dann noch übereinstimmend an der Kamera einstellen, und das Spiel kann beginnen - fast! Die Helligkeit schraubt man natürlich auch noch voll auf. Meine Erfahrung zeigt, dass der automatische Weißabgleich bei Verwendung eines Monitors als Lichtquelle schlechter ist als die Wolkenlösung, der manuell eingestellte Weißabgleich aber wieder besser, als das Wolkenprinzip. Über Life-View kann man dann noch entsprechend in das Dia reinzoomen und mittels MF exakt fokussieren. VR ist natürlich auszuschalten. Mit dem Dia Duplikator kann man übrigens sehr schön sehen, wie der VR das Motiv schwimmen lässt. Da das Dia jedoch vor dem Objektiv fest justiert ist, erübrigt sich der VR schon deshalb.</p>
<div id="attachment_2397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/hama-slide-duplicator-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2397" title="Hama Slide Duplikator an Nikon D300s / Nikkor 70-300VR mit Step-down 67-52mm" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/hama-slide-duplicator.jpg" alt="Hama Slide Duplikator an Nikon D300s / Nikkor 70-300VR mit Step-down 67-52mm" width="450" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">Hama Slide Duplikator an Nikon D300s / Nikkor 70-300VR mit Step-down 67-52mm</p></div>
<p><strong>Den Dia Wechsel praktikabler gestalten</strong><br />
Es kann ausgesprochen nervig werden, immer wieder das System zu justieren, zumal eben der vordere Schlitten noch vertikal schwimmend konstruiert ist. Das ist zwar berechtigt, doch hat man sein setting gefunden, sollte es auch so bleiben. Die Arretierschrauben der zwei Federn können konstruktionsbedingt gar nicht so fest gestellt werden, dass auch das ganze System fest ist - dafür ist es ja federgelagert. Der geneigte Handwerker hat dann schnell ein Brett und ein paar Holzstäbe zur Hand, mit der er das gesamte System, einmal eingestellt, fest justieren kann. Und genau hier ist wichtig, dass sich bein fokussieren nicht die Objektivlänge verändert. So geht die Digitalisierung mit einem Dia Duplikator doch wesentlich schneller. </p>
<p><strong>Nachteile des Dia Duplikators:</strong><br />
Das Ergebnis kann natürlich nie so genau sein, wie dass eines zeilenweise auslesenden Dia-Scanners. Zudem fehlt beim Dia-Duplikator natürlich gänzlich die hardwarebasierte Staub- und Kratzerentfernung. Auch das multi-exposure, dass das Dia mehrfach in unterschiedlicher Belichtung scannt, um so möglichst alle Zeichnungen des Dia zu bekommen, ist mit dem Dia Duplikator nur über den Umweg der bracketing Funktion und späteren Bildbearbeitung möglich. Die ursprüngliche Dynamik des Dias wird also auf die der Kamera zurechtgeschrumpft. Damit sollte man im Regelfall jedoch leben können. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der Dia-Duplikator eignet sich überraschend gut für Dias in guter Verfassung. Gut gelagerte Dias, staub- kratzer- und schimmelfrei, sind damit schnell in guter Qualität, und der Auflösung, die die Kamera hergibt, zu digitalisieren. Verfügt die Kamera über die Möglichkeit die Bilder in RAW aufzunehmen, kann man auch noch nachträglich an der Verbesserung des Dias arbeiten. Hier sollte, wo wir schon mal ein altes Format in ein Neues wandeln, aber gut überlegt sein, ob man seine digitalen Dias wirklich in einem proprietären Format wie NEF speichert - nicht, dass man 20 Jahre später vor dem Problem steht, die digitalisierten Bilder mangels NEF-Reader erneut alle anfassen zu müssen. </p>
<p>Den Hama Dia Duplikator gibt es im Fotofachhandel, oder natürlich versandkostenfrei an die Haustüre bei <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000EOQT3Y/sourceofallmy-21/">amazon</a>. <img src='http://www.armin-gerhardts.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/dia-slide-duplicator-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2399 " title="Juli 83 - Wer da wohl unter der Lärche spielt..?" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/dia-slide-duplicator.jpg" alt="Juli 83 - Wer da wohl unter der Lärche spielt..?" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Juli 83 - Wer da wohl unter der Lärche spielt..?</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/09/dias-digitalisieren-mit-einem-dia-duplikator/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dia Reinigung</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/07/dia-reinigung/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/07/dia-reinigung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 23:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dia Digitalisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2375</guid>
		<description><![CDATA[Wie ich bereits angemerkt hatte, weisen einige Dias doch arge Verschmutzung auf, und obiges Bild stach mir besonders ins Auge, da es beim normalen Betrachten schon ganze Microkulturen preisgab - sehen wir einfach mal über den fiesen blauen Punkt zwischen den Puffern hinweg, der ist nochmal ein ganz anderes Problem. Auch die mangelhafte Ausrichtung des Dias ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2377" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diareinigung-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2377" title="Diareinigung in Isopropanol" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diareinigung.jpg" alt="Diareinigung in Isopropanol" width="450" height="149" /></a><p class="wp-caption-text">Diareinigung in Isopropanol</p></div>
<p>Wie ich bereits angemerkt hatte, weisen einige Dias doch arge Verschmutzung auf, und obiges Bild stach mir besonders ins Auge, da es beim normalen Betrachten schon ganze Microkulturen preisgab - sehen wir einfach mal über den fiesen blauen Punkt zwischen den Puffern hinweg, der ist nochmal ein ganz anderes Problem. Auch die mangelhafte Ausrichtung des Dias ist jetzt erstmal egal. Es zeigt sich, dass die teilweise doch massiven Ablagerungen selbst mit einem Diaduplikator (auf den gehe ich auch noch später ein) weit weniger ins Gewicht fallen, als gedacht. Lediglich Haare und Fussel stellen hier ein Problem dar.</p>
<p><span id="more-2375"></span></p>
<p><strong>Wie Dias vernünftig reinigen?</strong><br />
Nach meinem bescheidenem Wissen geht es garnicht vernünftig, wenn man Aspekte wie Zeit und Effizienz noch mit einberechnet. Schon das Ausrahmen nimmt eigentlich zu viel Zeit ein. Am liebsten würde ich das ganze Magazin einfach mal unter die Dusche stellen, doch dies ist weniger geschickt, da die Dias dann zu quellen beginnen. OK, wenn man genug Zeit hat, ziehen sie sich auch wieder zusammen. Nur fangen die Bilder dank dem mineralienhaltigen Wasser aus der Wand auch an zu arbeiten; auch kein Effekt, den ich unbedingt provozieren möchte.</p>
<p><strong>Warum überhaupt reinigen?<br />
</strong>Nur für Staub und Fussel brauche ich keine derart aufwändige Reinigung mit Isopropanol, Baumwollhandschuh und Microfaser-Tuch. Die werden von der ICE Einheit des Dia Scanners auch bestens entfernt. Vermutlich wird es reichen, dass Magazin erstmal durch den Scanner zu jagen, um dann später am Bildschirm zu entscheiden, welches Bild eine händische Reinigung nötig hat, um es dann nocheinmal durch den Scanner zu jagen.</p>
<p><strong>Besser wirds nicht!<br />
</strong>Sicherlich kann man berechtigt anmerken, dass ein frisch gereinigtes Dia nicht schneller noch weiter an Qualität verliert, als ein versautes. Aber manchmal ist die Kunst die Unzulänglichkeit zu ertragen doch effizienter, solange es sich nicht negativ auf ein Mindestmaß an Bildqualität auswirkt. Immerhin sprechen wir bei den Dias ja von uralten, rohen Eiern. Dass die noch nicht stinken, ist ja schon Wunder genug. Und da einen die Masse praktisch erschlägt, wird der Funken Unzulänglichkeit plötzlich ganz unwichtig.</p>
<p>Das fertige Dia, nach der Bildverarbeitung (Fleck wieder außen vor), sieht dann ungefähr so aus:</p>
<div id="attachment_2378" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diareinigung-ebv-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2378" title="(Fast) fertig digitalisiertes Dia" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diareinigung-ebv.jpg" alt="(Fast) fertig digitalisiertes Dia" width="450" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">(Fast) fertig digitalisiertes Dia</p></div>
<p>Glücklicherweise scheinen die Dias alle nicht verklebt worden zu sein. Dieser Unsitte hat sich mein Vater nicht angeschlossen. Man muss ja auch nicht immer Pech haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/07/dia-reinigung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dia Vorsortierung</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/05/dia-vorsortierung/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/05/dia-vorsortierung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 00:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dia Digitalisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2369</guid>
		<description><![CDATA[Gerade einmal ein Viertel des ersten Stapels Eisenbahnfotos war überhaupt beschriftet. Wie soll man da, wo man doch keins der Dias je selbst geschossen hat, für die verbliebenen ~450 eine sinnvolle Sortierung vornehmen, um hinterher schnell einzuscannen und kategorisieren?
Ich habe mich dazu entschieden, erstmal ganz grob nach Diarahmen zu sortieren, in der Hoffnung, dass Dias [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2370" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/dia-sortierung-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2370 " title="Nach Rahmentypen sortierte Diakiste" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/dia-sortierung.jpg" alt="Nach Dia Rahmentypen sortierte Diakiste" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Nach Rahmentypen sortierte Diakiste</p></div>
<p>Gerade einmal ein Viertel des ersten Stapels Eisenbahnfotos war überhaupt beschriftet. Wie soll man da, wo man doch keins der Dias je selbst geschossen hat, für die verbliebenen ~450 eine sinnvolle Sortierung vornehmen, um hinterher schnell einzuscannen und kategorisieren?<span id="more-2369"></span></p>
<p>Ich habe mich dazu entschieden, erstmal ganz grob nach Diarahmen zu sortieren, in der Hoffnung, dass Dias gleichen Rahmens auch in etwa aus der gleichen Zeit stammen bzw. gerahmt wurden. Wer echte Treue zum Lieferanten oder Hersteller hat, hat hier wohl auch Pech gehabt, doch ~ 15 verschiedene Diarahmen-Typen bei ~600 Dias gaben bei mir in Kiste 1 eine gute Vorauswahl. So ließ sich feststellen, dass alle schwarz/beige Rahmen aus dem Jahr 73/74 stammen. Erwartungsgemäß haben diese auch den schlechtesten Zustand, wenngleich er insgesamt noch immer durchaus brauchbar ist, von einigen Ausreißern mal abgesehen. Meine Hoffnung war, dass ich zusätzlich jetzt zu jedem Rahmentyp ein paar mit Datum hätte, doch dem war leider nicht so; lediglich die Dias aus den 70ern waren mit Datum beschriftet. (und mitunter sogar mit Lok- und Zugnummer)</p>
<p>Da früher ja eher weniger als mehr fotografiert wurde, lässt sich nun innerhalb der einzelnen Rahmentypen weiter nach Events sortieren; so bekam ich bei einem Typ auf Anhieb eine <a href="http://dampfloktradition.de/">Nikolausfahrt der 41er</a> auf Remscheider Runde, einmal <a href="http://www.museumseisenbahn.de/">Bruchhausen-Vilsen</a>, einmal <a href="http://www.selfkantbahn.de/">Selfkantbahn</a>, <a href="http://www.vennbahn.de/">Vennbahn</a> (sehr schade drum!), und die Überführung der <a href="http://www.armin-gerhardts.de/2008/04/12/radevormwald-bf-dahlhausen-wupper/">50er nach Dahlhausen-Wupper</a>, wohl lückenlos, zusammen. Jetzt kann ich auch das Datum näher bestimmen, denn bei einigen (wohl doch bei allen) Veranstaltungen war ich mit. Auch bei den verbliebenen Dias konnte ich grob vorsortieren.</p>
<p><strong>Die Spreu vom Weizen trennen!<br />
</strong>Wichtig in meinen Augen ist, erstmal die Dias mit Schimmelbefall, sofern vorhanden, unbedingt vom Rest zu separieren. Und ob man das Risiko eingeht, ein Schimmeldia in den Scanner zu schieben, und so evtl. sein Gerät zu kontaminieren, sollte auch sorgsam überlegt sein. Ich schiebe sie erstmal auf Seite, es sind auch nur eine handvoll, die wirklich bedenklich sind. Den Rest archiviere ich nach dem Scan, zuvor zumindest mit Druckluft bearbeitet (bis auf Hamafix gerahmte, die muss ich noch umrahmen), in Schimmel unverdächtigen, neuen Boxen, da die bestehende Holzbox doch ein wenig müffelt, was ja immer auf Schimmel / Pilz / Feuchte schließen lässt. Zudem ist jetzt die beste Gelegenheit zu überlegen, welche Dias einer intensiven Reinigung bedürfen. Dazu mehr in einem weiteren Artikel. Ein gereinigtes Schimmeldia wird dann zwar den Schimmel verloren haben, doch tritt auch der Farbverlust an den betroffenen Stellen zu Tage. Aber besser wird das Dia mit Schimmel nicht, und sofern nicht wirklich zerstört, lässt sich mittels EBV an den entsprechenden Stellen noch viel rausholen.</p>
<p>Und am Rande: Ich bin entzückt! Die Bergische Strecke in einer solchen Fülle historisch abgelichtet - und ich stehe noch ganz am Anfang. Plötzlich wird mir klar, dass kompositorische Qualität irgendwann völlig egal wird. Das Alter macht, zumindest bei mir, jedes Foto zu einem guten Foto. Bahnhof Dahlerau mit emsigen Bahnbetrieb im Winter übt für sich schon einen Reiz aus. Gleiches gilt für den Haltepunkt Heide, der heute nur noch vom geschulten Auge neben der Bahntrasse als solcher erkennbar ist. Vom guten alten BW Remscheid Lennep ganz zu schweigen. Und über allem steht das rattenscharfe Bahnhofsgebäude Güldenwerth. Aber dazu später mehr.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/05/dia-vorsortierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lasset die Spiele beginnen!</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/03/lasset-die-spiele-beginnen/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/03/lasset-die-spiele-beginnen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dia Digitalisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=2361</guid>
		<description><![CDATA[So, nach einem kurzen Intermezzo mit einem dieser Billig-1-Sekunde-5MPx-CMOS-Sensor-Dia-Scanner bin ich dann nun doch bei Nikon gelandet. Der Billigkram scheint nicht ohne Grund billig zu sein. Zwar stelle ich an alte Dias nicht die höchsten Qualitätsansprüche, aber jedes Fotohandy rülpst bessere Fotos aus ihren Chips, als die flauen, verwaschenen und verrauschten Bilder aus den Billigscannern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2360" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diascan-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2360" title="Dia Familenarchiv" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/diascan.jpg" alt="Dia Familenarchiv" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Dia Familenarchiv</p></div>
<p>So, nach einem kurzen Intermezzo mit einem dieser Billig-1-Sekunde-5MPx-CMOS-Sensor-Dia-Scanner bin ich dann nun doch bei Nikon gelandet. Der Billigkram scheint nicht ohne Grund billig zu sein. Zwar stelle ich an alte Dias nicht die höchsten Qualitätsansprüche, aber jedes Fotohandy rülpst bessere Fotos aus ihren Chips, als die flauen, verwaschenen und verrauschten Bilder aus den Billigscannern. Schade, denn der Zeitaufwand mit einer Sekunde pro "Scan" ist schon verlockend, benötigen doch etablierte Scansysteme gerne 2-4 Minuten - doch auch dies offenbart sich mehr und mehr als nicht ganz grundlose Gängelei. Jetzt gilt es, die unschätzbaren Familienarchive zu digitaliseren - nebenbei. Immerhin sprechen wir von einer Anzahl wohl deutlich im fünfstelligen Bereich und rund 50 Jahren Fotografie - bei ~3min pro Scan kommt da schon ein anständiges Sümmchen Arbeitsstunden zusammen. Und immer wieder die Frage: Lohnt das?</p>
<p><span id="more-2361"></span></p>
<p>Das gebietet schon der Respekt. Stunden über Stunden hat mein Vater mit dem Aufbau dieses Archivs zugebracht, das möchte ich ungerne einfach so dem Pilz überlassen. Jetzt muss wohl überlegt werden, denn Kindersünden müssen jetzt direkt auch ausgemerzt werden. Die Diakästen waren immer mal Objekt meiner kindlichen Begierde, und so geht die eine oder andere fehlende oder falsche Kategorisierung und Katalogisierung wohl auf meine Kappe.</p>
<p>Und weil ich alte Bilder so mag, ist es schon zur eigenen Bespaßung sinnvoll, alles zu scannen. Nicht, dass ich irgendwas vergesse!</p>
<p>Folgende Fragen sind nun zu klären:</p>
<p><strong>1.) Reinigung<br />
</strong>Die Dias wurden wohlweißlich dass Pressspan ausdünstet, bereits in Echtholz und Plastikkisten gelagert, zum großen Teil im Keller mit durchgängig recht gleicher klimatischer Bedingung. Dem ungeachtet hat der Zahn der Zeit doch Spuren hinterlassen, vom einfachen Dreck, über Fingerabdrücke (wohl auch meine), bis zum gefürchteten Pilz. Sie standen ja auch nicht nur rum, sondern wurden angeschaut. Und das nicht ungerne auch im Nikotindunst der Pfeifenfraktion. Hier ist mitunter eine Reinigung notwendig. Mal eben abwischen erzeugt aber fiese Ecken. Also ausrahmen und nach dem Bad an die Leine, um dann wieder einzurahmen? Der Zeitaufwand... Doch nur für die wichtigen Dias? Welche sind wichtig? Entscheide ich das? Wonach? Dias familiärer Natur, die ich bei meinem Bruder abgeholt habe, waren hingegen von bester Qualität. Das passt schon.</p>
<p><strong>2.) Kategorisierung<br />
</strong>Ein großer Teil der Dias ist (weit) älter als ich selbst, oder zumindest älter als meine bewusste Wahrnehmungsfähigkeit meiner Umwelt. Was hilft mir das gescannte Dia, wenn es irgendwo auf dem Raid versackt, weil es nicht zuordbar ist. Irgendwie muss ich Struktur in die Sache bekommen. Mache ich das vorher, also zur Bestückung des Magazins, oder schiebe ich später hin und her? Die Kategorisierung selbst ist auch nicht ganz einfach zu lösen. Während die Oberkategorien mit "Eisenbahn", "Straßenbahn", "Familie", "sonstiges" noch recht überschaubar sind, wird es schon im Eisenbahn Ordner mehr als kribbelig. Und von Straßenbahnen habe ich überhaupt keinen Schimmer. Und wenn man bedenkt, dass ich nichtmal ein Bild meines Großvaters vor dem geistigen Auge habe, wird auch die familiäre Kategorisierung nicht einfach. Irgendwie muss dann auch das Datum mit einfließen. Exif?</p>
<p><strong>3.) Digitalisierung<br />
</strong>Wie digitalisiere ich am besten? Im Schnellverfahren, sodass ich ein Bild erst dann optimiere, wenn ich es zu Weiterverarbeitung wirklich benötige? In höchster Qualität? RAW? Hier lässt man viel Zeit. Eine Zufureinheit ist jedenfalls Pflicht bei der Menge. Doch dann fällt es wieder schwerer, direkt Exif Daten (comment) ins Bild zu packen, oder gescheit zu kategorisieren. Doch später? Und für die nicht so wichtigen, nicht so guten Dias dann doch noch ein einfacher Dia-Duplikator? Multi-Explosure anwenden, um den hohen Kontrast der Dias auszuscannen, oder das wesentlich schnellere 1x?</p>
<p>50 Jahre analoge Fototechnik sind nicht mal eben zu digitalisieren. Und von Super8, 6x6 und den Fantastillionen Farbnegativen habe ich noch gar nichts erwähnt. Aber man muss ja irgendwann mal, nach sinnvoller Planung, anfangen. Und ihr dürft gerne daran teilhaben! <img src='http://www.armin-gerhardts.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/06/03/lasset-die-spiele-beginnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schnell schnell &#8211; Ritalin!</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/05/31/schnell-schnell-ritalin/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/05/31/schnell-schnell-ritalin/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alte Kacke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=961</guid>
		<description><![CDATA[Da saß ich also nun. Zusammengekauert im Wohnzimmer neben dem Ofen auf der Ledercouch, den Blick starr auf die viel zu kleine Mattscheibe, in der JR Ewing unter Zuhilfenahme von Unmengen an Alkohol gerade irgendeine eine fiese Boshaftigkeit an seinem Hobby-Bobby Bruder einfädelte.

Doch die eigentliche Boßhaftigkeit schlawenzelte mit der Penetranz eines Albtraums zu nächtlicher Stunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/veb-kanalguss-lugau-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-2339" title="VEB Kanalguss Lugau" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/veb-kanalguss-lugau.jpg" alt="VEB Kanalguss Lugau" width="450" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">VEB Kanalguss Lugau</p></div>
<p>Da saß ich also nun. Zusammengekauert im Wohnzimmer neben dem Ofen auf der Ledercouch, den Blick starr auf die viel zu kleine Mattscheibe, in der JR Ewing unter Zuhilfenahme von Unmengen an Alkohol gerade irgendeine eine fiese Boshaftigkeit an seinem Hobby-Bobby Bruder einfädelte.</p>
<p><span id="more-961"></span></p>
<p>Doch die eigentliche Boßhaftigkeit schlawenzelte mit der Penetranz eines Albtraums zu nächtlicher Stunde in Form meines eigenen Bruders ständig um mich herum um Faxen zu machen und Grimassen zu schneiden. Jetzt bloß nicht lachen! Es war der Abend einer dieser warmen und unbekümmerten Tage im Sommer, in denen ich mich auf die Suche nach den Grenzen der Physik und dessen Gesetzmäßigkeiten wagte. Ich habe sie erneut gefunden; wohl deshalb bin ich heute von der Ordnungsmäßigkeit der Natur so überzeugt, das mein Weltbild weitgehend ohne Elfen, Feen, Kobolde und Götter auskommt. Ein hervorstehender Gullideckel beendete das durch den durch die Haare säuselnden Winds erstrampelten Gefühls grenzenloser Freiheit auf meinem grünen Bonanza-Rad abrupt.</p>
<blockquote><p>Und was von meiner Fresse blieb, waren Reifenspuren aus Fleisch wie aus Aspik.</p></blockquote>
<p>Wie lange doch ein Bremsweg werden kann, wenn nicht stinkendes Gummi auf Metall greift, sondern das Gesicht auf Asphalt. Die Natur ist eben doch nicht bestechlich, und von Freiheit ist man weit entfernt in purer Vorstadt Idylle. Diesmal hatte es seine guten Seiten. Immerhin ging es nicht darum beim heimlichen Rauchen erwischt zu werden - dafür war ich auch noch viel zu jung. Lalülala. Gedanken kreisen ziellos hin und her. Mit der Lippe gebremst und neben dem Fahrradrahmen auch die Nase verzogen, geblutet wie Schwein, war es ein entfernter Nachbar, der zielsicher die durchsichtige Wählscheibe auf dem beigen Telefon auf der Kommode im viel zu dunklen Hausflur in richtiger Kombination um die eigene Achse drehte, um infolge dessen das Telefon meine Eltern in Sirenentöne, sowie meinen ältesten Bruder selbst in Schwingung zu versetzen. Das war zuviel! Jetzt nicht nervös werden.</p>
<blockquote><p>Nein, solange Mutter nicht da ist, fährst Du nicht Fahrrad.</p></blockquote>
<p>Danke für die Anordnung - bewirb Dich für die Witzseite! Es muss ja keiner sehen. Die Mutter brachte gerade Sauververdientes zum prima Leben und Sparen zu den Brüdern Albrecht. Doch es ist daneben gegangen mit dem heimlichen Fahrrad fahren in Abwesenheit jeder monarchischen Instanz. Erwischt! Alte Scheiße, was muss ich auch alles bis zum Anschlag ausreizen. Jetzt mussten die Nudeln auf dem Herd jedenfalls erstmal warten, das Krankenhaus rief - mal wieder. Es kam nicht oft vor - vielleicht nur genau einmal, dass mein größter Bruder auf mich aufpassen sollte... Krankenhaus ist schon ziemlich lästig, doch es sollte noch dauern zu erkennen, dass ich Stipvisiten meinerseits mit meiner Handlung immer wieder aufs Neue aktiv provoziert habe. Ich kann ja nicht alles aufeinmal lernen.</p>
<blockquote><p>Den sehen wir hier noch öfter</p></blockquote>
<p>entgegnete der Knochendoc bereits Jahre zuvor meiner Mutter. Wie recht er behalten sollte, der Gute. Wirbelwind, <em>Wibbelstehrt</em>, der kann seine Beine nicht ruhig halten. Heute würde man mich mit Ritalin vollpumpen - hätte ich nervöse, unausgeglichene und überforderte Eltern, doch meine Mutter war ja da schon bereits ein alter Hase im Geschäft. Also mal wieder rein mit dem Beißholz, ab in die Notaufnahme und auf den Tisch gelegt, der unter dem Leder bestimmt immer kurz vor meiner Ankunft mit frischen Eiswürfeln aufgefüllt wird, darauf konnte ich mich verlassen. Das ist angesichts der üblichen Hosenbeinlänge eines durchschnittlichen Sommertags und der aufgetragenen Kurzhosenmode der Spätsiebziger immer weniger angenehm gewesen. Die 80er waren auch nicht besser. Was kümmert einen da noch groß eine Nase, die irgendwo auf fünf Uhr im Gesicht rumhängt?</p>
<p>Die schiefe Nase? Das wächst sich aus. Schon klar! Dachschaden? Keine Folgeschäden. Schon klar! Wenigstens mal wieder irgendwas zusammennähen? Diesmal nichtmal das! Schürfwunden? Die hat der sowieso die ganze Zeit. Dicke Lippe? Nicht lachen, ruhig halten. Schnabeltasse, Breipampe.  »Klein Armin«, wie mich der bereits verstorbene Bruder des großen Armin aus der Siedlung immer genannt hat, hat sich mal wieder lecker auf die Fresse gelegt.</p>
<blockquote><p>Niemand bringt das Probieren in den Alltag zurück.<br />
Wir wachsen auf und werden "schwierig".</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/05/31/schnell-schnell-ritalin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich will nicht werden was mein Alter is&#8217;, nee!</title>
		<link>http://www.armin-gerhardts.de/2010/01/25/ich-will-nicht-werden-was-mein-alter-is-nee/</link>
		<comments>http://www.armin-gerhardts.de/2010/01/25/ich-will-nicht-werden-was-mein-alter-is-nee/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 06:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alte Kacke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.armin-gerhardts.de/?p=1680</guid>
		<description><![CDATA[»DA BRAUCHST DU GAR NICHT SO SÜFFISANT ZU GRINSEN« schrie es mir entgegen, als wolle mir der Aggressor eine Fönfrisur legen. Die Haare waren noch nicht mal trocken, da wurde ich so richtig nass gemacht. Und dabei stehe ich doch gar nicht auf Aggression. Nie laut, aber argumentativ überlegene Angriffslust, wenn es lohnenswert oder zumindest amüsant zu werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1722" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/GHS-Boekerhoehe-big.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-full wp-image-1722" title="GHS Bökerhöhe - Resterampe" src="http://www.armin-gerhardts.de/wp-content/GHS-Boekerhoehe.jpg" alt="GHS Bökerhöhe - Resterampe" width="450" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">GHS Bökerhöhe - Resterampe</p></div>
<p>»<em>DA BRAUCHST DU GAR NICHT SO SÜFFISANT ZU GRINSEN</em>« schrie es mir entgegen, als wolle mir der Aggressor eine Fönfrisur legen. Die Haare waren noch nicht mal trocken, da wurde ich so richtig nass gemacht. Und dabei stehe ich doch gar nicht auf Aggression. Nie laut, aber argumentativ überlegene Angriffslust, wenn es lohnenswert oder zumindest amüsant zu werden scheint. Sich mit Dummheit anderer verteidigen setzt einen vorherigen Angriff voraus. Den kann man ja ruhig mal provozieren, um auch bei offensichtlicher Niederlage für sich einen Punkt zu verbuchen. Nur nicht aus Liebe weinen!<span id="more-1680"></span></p>
<p>Irgendwo so zwischen achter Klasse erster Versuch und achter Klasse zweiter Versuch verlor ich meine Unschuld. Tief im Herzen den Lenz und die Freude, an den Herbst dachte man da nicht. Man rutscht halt so rein, und plötzlich testet man wie an einer Kerze aus wann man sich verbrennt, wenn man einfach auf dem orangen Sitzmobiliar an der Bushaltestelle sitzen bleibt, um den abfahrenden Schulbus einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten und hinterher zu winken oder den Schmierereien am Regendach ungeachtete Aufmerksamkeit zu gönnen. Manchmal macht ein Wort an der Wand mir Gänsehaut. Bismarckplatz. Ich musste einfach Luft holen. Als die Luft noch sauber, und Sex noch noch schmutzig war. Zeit war knapp, und Reli langweilig, aber wie blöd muss man eigentlich sein ein abwählbares Fach zu schwänzen? Geistige Leere geht um, aber Sektenkultur war nie meine Schiene. Wenn ich schon Sandalen nur sehe. Und später gab es jedes Halbjahr mindestens sechs Wochen das Thema Drogen in Reli, und die benebeltesten Kiffer hatten stets die besten Noten. Irgendwas läuft hier falsch. Blend-a-med war schon immer der Schlüssel zu guten Schulnoten.</p>
<p>Folgen blieben weiträumig aus, von einigen gut gemeinten Ermahnungen des Klassenlehrers mal abgesehen, ich solle doch bitte bis zum Zeugnis noch eine brauchbare, also nicht selbst gedichtete, schriftliche Entschuldigung der Eltern demütig zu Füßen legen, um nicht den Schandfleck der Fehlbarkeit auf meinem so wichtigen 8er Zeugnis zu haben. Die heilige Inquisition griff an: Sag es, Sünde! 4 Stunden unentschuldigt gefehlt hieß die Exkursion in vormittägliche, urbane Subkultur dann am Ende und bot einen Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Spaß gemacht hat es nicht, aber immerhin waren die Busse nicht so gnadenlos überfüllt. Ich verstehe bis heute nicht, warum die mittäglichen Busse neben 200 Schulranzen auch voll mit ranzigen Rentnern waren, die sich lautstark über die Verrohung der Jugend auszulassen hatten. "In meiner Jugend hätte es sowas nicht gegeben" - Ja, verstehe! Willkommen in meiner Jugend gute Frau!</p>
<p>Auf der Schule herrschte seit jeher eine rege Gerüchteküche über unseren Schulleiter, der, zuvor bei der Polizei wohl in hoher Position beamtet, irgendwann zum Schulleiter versetzt worden sein soll. Schulhofgerüchte bergen in der Regel eine Substanz Wahrheit, gehen aber am Essenziellen vorbei. Wirklich wichtig war eigentlich nur, dass er durch und durch ein Arschloch war. Und wer sitzenbleibt, bekommt es mit ihm zu tun, da in feierlicher Zeremonie  Sitzenbleiber sich vor Publikum ihre Abfuhr abholen durften, wenn sie am ersten Schultag nach den großen Ferien die neue Klasse erfragen mussten. Erzieherische Maßnahme. Und hier kam er, der Vorwurf meines süffisanten Grinsens. Ich weiß gar nicht, was das ist! Aber ich durfte ja auch schon nachsitzen, weil ich zu der Zeit gelispelt habe und Frau Bio das als Provokation verstand. 3mal Schulordnung abschreiben, Einspruch zwecklos. Harte Zeiten. Wirklich provokativ war aber eigentlich immer nur ihre Maske im Gesicht. Bah! Wer aufmuckt muss sich wieder hinten anstellen. Klarmachen, wie hier die Nahrungskette aufgebaut ist! Also dauerte es in der Schlange der Sitzenbleiber folglich eine ganze Weile um zu erfahren, dass meine neue Klasse meine alte war: 8a, reichlich gefüllt mit Hasenbergern. Das konnte nicht gut gehen. Vorher war ich noch in meinem Milieu der Alt-Remscheider, die mit den Hackenbergern zusammengeworfen wurden. Irgendetwas ist entglitten.</p>
<p>»Nimm' Dir mal ein Beispiel an Deinem Bruder«, tönte es mir entgegen. Jawohl! Der geht auch mit nem Aktenkoffer zur Schule du Penner, und sortiert seine Niederschriften in Leitz-Ordnern! Das ging mir ja völlig ab. Mir wurde häufig vorgehalten, wie viel besser mein Bruder doch gewesen ist. Ja aber worin jetzt konkret? Von einer Person, die vom einst netten Lehrer in gemeinschaftlicher Abstimmung nach seiner Heirat mit Frau Musiklehrerin, die in unnachahmlich konsequenter Unsachlichkeit die Allmächtigkeit des King-of-Pop postulierte, auch zum Arschloch mutiert ist, nahm ich das erstmal weniger ernst, zumal es Rückendeckung von ganz oben gab. Nach einem Elterngespräch konnte meine Mutter auch nichts anderes mehr konstatieren. Bella bella Marie, durchhalten irgendwie! Hinterher, als ich meine alten Schulkameraden mal in Folge der Hauptschulschwänzerei in der Schule besucht habe, wurde ich von eben jenem Leerkörper während der ersten großen Pause mit Puste in der Hand aus der Raucherecke gezogen. Es hat bis zum Sekretariat gedauert bis ihm klar wurde, dass ich gar nicht mehr in der Schule gemeldet war. Kleiner Mann, was nun? Das zunächst siegreiche Gesicht, die fest um meinen Oberarm zupackende, autoritäre und siegesgewisse Hand die sich festgeklammert hat wie ein Krokodil an der Antilope, wie auch die spätere Ernüchterung, werde ich nicht vergessen. Ein bewusst provozierter und gelandeter Punktsieg auf ganzer Linie. Ehe und unterdrückte Männer sind gefährlich! Plötzlich wird deine kleine Welt viel zu klein für Dich. Jeder Tag ein K(r)ampf. Grand merde scheiß prison ohne Fluchtweg. Egal von welcher Seite man schaut. Angeödet und angekotzt tauschen Argumente aus. Erwartet jemand einen Konsens? Stinkende Leere!</p>
<p>Also den ganzen Mist noch einmal durchkauen. Diesmal mit einem Klassenlehrer, der eine Mischung aus Klaus dem Geiger und Reinhold Messner darstellte und pädagogisch fit mit der Kuscheltour kam und mir mächtig auf den Zeiger ging, wenn er es mal wieder mit umgekehrter Psychologie versuchte. »<em>Ach, dass packst Du ja eh nicht</em>«. Joh, richtig. Er löste den Erstversuch meines vorherigen Klassenlehrers ab, mal eine Klasse zu führen. Sie war bis heute die wohl schlechteste in der Geschichte der Schule, die Ausfallquote war immens! Geh in Remscheid ins Arbeitsamt und du triffst einen meiner alter Klassenkameraden - mit Sicherheit! Überhaupt war der Notenspiegel der Klasse später häufig so schlecht, dass der IHK Notenschlüssel ein ums andere mal weit nach unten korrigiert wurde. Äehm? (Der Grund dafür sollte mir erst Jahre später nach ein paar Bier vom ehemaligen Lehrer erklärt werden. Er liegt darin, dass ein zu schlechter Notenschnitt Kultusministerien auf den Plan ruft, und die hätten so manchen Lehrer nur unnötig aus dem Schlaf geweckt. Man hatte sich also arrangiert. Lehrer behielten ihre Ruhe, und wir bekamen für unterirdische Leistungen ein gutes "ausreichend".)</p>
<p>Immerhin gabs nochmal eine Klassenfahrt. Ansonsten die gleichen Nasen hinter dem Pult, mit Ausnahme des Englisch- und Mathelehrers, der im zweiten Schulhalbjahr in einem peinlichen Verfahren der Schule verwiesen wurde, weil er dem stumpfsten Messer in der Schublade auf einer Klassenfahrt ans Revers gefasst haben soll. Wer macht sowas denn freiwillig? Die Retourkutsche einer zurückgewiesenen Schülerin roch mindestens so penetrant durch die Flure, wie das Käsebrot des Physiklehrers. Half aber nichts. Hier konnte Mr. GSG9-Schul<span style="text-decoration: line-through;">führer</span>leiter nochmal richtig den Dicken raushängen lassen, und meine letzte Säule der Zuflucht ging von Board. Immerhin stand ich in Mathe 1 bei ihm. Nun verschleuderte ich hier gänzlich meine Zeit, habe aber brav alles mitgemacht. Man gönnt sich ja sonst nichts, außerdem war Schwänzen ja langweilig wie ich ein Jahr zuvor erfahren durfte. Und doch war der Kopf in diesem Jahr irgendwo zwischen Straße, Musik, Politik und Mädchen. Selbstfindung sagte mir mein Lehrer sei es gewesen, und der war ja fit! Meine Selbstfindung mündete im Abgang. Der Bus, in den ich über Jahre täglich eingestiegen bin, ist abgefahren - ohne mich, endgültig. Futsch war die kostenlose Monatskarte für den Bus, was meine Welt auch nicht gerade größer machte. Die letzte Schlacht geschlagen und verloren, und den Verstand an Borniertheit, Autorität und leeren Floskeln blutig geschlagen. Wieder und wieder. Zweifelsohne hatte ich aber auch noch nicht einen ausgeprägten Punch entwickelt, der sollte sich erst noch formen und zur Berufsfachschule zur Geltung kommen.</p>
<p>Menschen denken in Bahnen, die andere in Straßen verlegen. Schwierig wird es, wenn einem aus dem einen oder anderen Grunde der Weg nicht passt. Ich habe nie verstanden wieso ich zu einer Uhrzeit in der ich nachweislich wenig leistungsfähig bin, in eine infrastrukturell und geistig heruntergekomme Anstalt namens Schule stapfen sollte, in der mir dann von unmotivierten und überforderten Leerkräften lieblos Dinge beigebracht wurden, die ich zumindest gegen Ende meiner Schullaufbahn durch ein hohes Maß Autodidaktik meist besser wusste als die, die mir die Materie näher legen sollten. Das geht gar nicht mehr konform! Man bricht eben alles auf den kleinsten Nenner. Willkommen auf der Hauptschule, wo Konvektion schlummernder Talente nicht gerade zur Maxime erklärt wurde. Der Hauptschule konnte man als halbwegs intelligenter Mensch nur noch konsequent entsagen. Und auch wenn auch das nicht ohne  Repressalien einhergehen wird, wurde davon weiträumig Gebrauch gemacht. Wie ein Auto angeschaut zu werden, weil man eine Seite aus einem Buch fehlerfrei runterlesen kann, war einfach zuviel. Ich habe alle Klausuren und Arbeiten mit kleinen Noten bestanden, das Zeugnis war jedoch wieder gefüllt von ganz langen Noten. Arbeitsverweigerung nannte man als Grund dafür, 64 unentschuldigte Fehltage der Nachweis. Und ich war alles andere als alleine damit. Also ging es doch nicht um Qualifikation, um Bildung, um Wissen, sondern um stumpfsinne Abflachung und monotones Einhämmern unnützer Information in viel zu langen Opern? Aber solange die Dicke noch singt ist die Oper bekanntlich auch noch nicht vorbei. Man hatte sich einzureihen, und wenn ich das nicht tat war man sich auch nicht zu schade mir die Legende anzudichten, ich würde zur Pausenzeit Alkohol an Schüler verkaufen. Ich durfte gar vernehmen, »ich würde mit meiner Haltung ja den Job des Lehrers und das ganze System ad absurdum führen, wenn ich mich nur zu den Klausuren blicken ließe, und deshalb unabhängig der durchweg guten Noten nur das ungenügend auf dem Zeugnis stehen könne. Außerdem wäre ich ja alles andere als ein Vorbild für "Minderleister"« Ich kam der Antwort meiner Fragen näher! Die Arroganz nahm ich mir, meine Aufnahmefähigkeit nicht zurückzuschrauben, nur weil die Hälfte der Klasse überhaupt nicht weiß, was die Tante da vorne erzählt. »Zudem gäbe es ja Schulpflicht!« Diese Pflicht war für mich nichts weiter als dogmatische Blähungen am Arsch der Gesellschaft. Verschwende Deine Jugend kam eigentlich aus einer ganz anderen Ecke, doch war es genau dass, was mir hier abverlangt wurde. Ich muss mich nicht in der neunten Klasse dafür loben lassen, dass ich das Alphabet kenne und simple past beherrsche. To go - went - gone. Hauptschule kann ganz schön erschreckend sein! Und in mir kam erneut das Gespür auf, dass Minderleistung meinerseits immer noch reicht, wenn man nur den Maßstab ausreichend anpasst. Handycap verändern, alter Golfer Trick, aber macht das Spaß, oder ist es gar die Lösung? Und muss man den Lernstoff an die Schüler anpassen, oder wäre es anders herum nicht sinnvoller? Das geht auch! Die Hälfte der Schüler kann kein Deutsch, aber auf dem Leerplan steht nun mal Lessings  <em>Nathan der Weise</em>, was will man da machen? Na, es könnte einem zum Beispiel Angst und Bange werden! Von Unterricht war man jedenfalls weit entfernt in einer Klasse, in der man sich nicht mal auf eine Sprache einigen konnte, und selbst in simple Sprachakrobatik verkommene Beleidigungen noch unerkannt bleiben. Dass man Microcontroller mit C programmieren konnte ist nunmal völlig egal, wenn der Rest bei den Grundrechenarten noch Nachfragen hat.</p>
<p>5 Schulen haben mich verschlissen. Meinen "1,x Abschluss" habe ich dann doch noch bekommen, doch erst, als mein Widerstand gebrochen war, und ich eine Perspektive in Radevormwald sitzend hatte, ich halt mal wieder zwei Schuljahre in Folge durchgängig anwesend war, zuvor die Maske aufsetzte und brav nickte und interessiert schaute, wenn der Lehrer den Augenkontakt suchte. Außerdem siebte die Berufsfachschule ja aus, in der zweiten Klasse saßen dann nur noch 5 Nasen von ehemals &gt;30. Das war richtig angenehm. Der Widerstand kam dann wieder zur Ausbildung, die mir verheißungsvoll von einem der wenigen guten Lehrern der Berufsfachschule als "nicht einfach, durchbeißen" beschrieben wurde - wenn ich denn aufgrund meiner Frisur überhaupt eine Stelle bekäme. Dass war nach meinem Geschmack, und dann sitze ich in einer Klasse, in der die Hälfte irgendwo bei Windows 98 angefangen hat, und nicht mal DOS kennt. Die nennen sich heute Fachinformatiker und können Mäuse über Bildschirme jagen, haben aber zumindest durch die Schulbildung, DER Säule unserer zweigleisigen, betrieblichen Ausbildung in Deutschland aber sicher nicht gelernt, warum sich die Maus bewegt. Lehrer passen sich dem dann auch noch bereitwillig an und man lässt das binäre System oder den LZW Algorithmus einfach weg, wenn es halt keiner versteht. Nicht, dass am Ende noch das Kultusministerium anklopft.</p>
<p>Heute sitze ich auf der anderen Seite, und Bewerbungen die ich bekomme zeigen mir, dass es bei Durchläufern so gekommen ist, vor dem ich mich immer schützen wollte. Es ist nicht gesund die Schullaufbahn ohne eigenen Kopf einfach zu durchlaufen und sich formen zu lassen. Da brennt nichts mehr im Unterton, dass ist alles nur noch austauschbar, beiläufig, uninteressant, desinteressiert. Das ist ein Systemproblem, weil das Resultat in der großen Menge Menschen entstehen lässt, die wenig zu begeistern sind. Dabei wollte ich doch no-future für mich beansprucht wissen?! Und auch die größten Streber triffst Du heute bei der Arge - sie haben sich eingerichtet. Wie meine Grundschullehrerin in den 80ern (meiner Mutter) schon sagte: "Schade, dass so viel Intelligenz bereits in der Grundschule abgewürgt wird."</p>
<p>Vielleicht sollte man einen Schulschwänzer einfach mal fragen, warum er der Schule entsagt hat, oder möchte man schlicht die Antwort gar nicht hören? Hat man überhaupt die Zeit zuzuhören? 5-Minuten Pause. Rationalisiert, abgeschafft. Immerhin sind wir geübt darin Jahr für Jahr zur Wahl Bildung auf die Fahnen zu schreiben, um dann später die Lehrerschaft wieder sich selbst zu überlassen. Aktuell befinden wir uns ja erneut in einem wahltaktisch begründbarem politischen Vakuum. Oder wird derzeit, zwischen Bundestags- und Landtagswahl wirklich regiert?</p>
<p>Zu oft hatte ich das Gefühl, dass wohl überlegt wird, welche Frage man stellt, und welche nicht, weil Ruhe und Monotonie leichter erträglich ist, als Änderung und Aufgaben.</p>
<p>Es ist ein Machtspiel, denn das es falsch ist und in einer Sackgasse enden wird zu schwänzen, wird jedem Schwänzer klar sein. Es ist jedoch das Ass im Ärmel der Anstalt auf Gesetzte, Regeln und Konformität zu pochen. Wahre Größe zeigt sich, wenn dass Ass nicht ausgespielt wird, weil man eben lieber miteinander spielt, statt Machtansprüche zur Anerkennung zu bringen. Und plötzlich steht die eins  zwischen lauter fünfer. Es ist nicht zwingend eine Null-Bock no-future Haltung, die zum Schwänzen animiert, es kann auch gerne das genaue Gegenteil  und die unbefriedigende Erkenntnis verlorener Erfüllung dessen sein. Ernüchterung. Routine ermüdet, und es macht kein Spass in zugiger Schule, in der es von der Decke tropft, über Lehrstoff zu sitzen, der einem dargeboten wird die Rechnung eines Handwerkers, und dessen Sinn man nachhaltig verschweigt, weil die obere Instanz im Lehrplan des Kultusministeriums vertieft ist, nicht im Lebensplan und Pädagogik. Du bleibst Dein ganzes Leben nur einfach Mittelmaß. Aber für die Leere bei der Bank wird es noch reichen. Ein bissl' Wetten-dass, VW-Golf vor der Tür, alles in Butter! Bezahlte Träume sind billige Träume. Im Vakuum der Bildung fliegt lautlos der Kopf weg, und niemand hört hin. So what?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.armin-gerhardts.de/2010/01/25/ich-will-nicht-werden-was-mein-alter-is-nee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
