Buntes Radevormwald

Rade ist bunt - RADER GEGEN RECHTS!
Rade ist bunt – RADER GEGEN RECHTS!

Heute ist Tag der Urteilsverkündung in der „Sache“ Freundeskreis Radevormwald gewesen, und es ist an der Zeit sich die Schultern zu klopfen. Zwar wurde das Problem auch von Seiten der Politik jahrelang klein geredet obwohl jeder Laternenpfahl beschmiert war und es brauchte erst einen Übergriff auf Polizisten bis man die Lage wirklich ernst nahm – letztendlich hat man dann aber doch nach außen gekehrt wie bunt man doch ist, was als finalen Schritt in einem Jugendmusikfestival mündete. Gut, dass man dieses Festival mit Plakaten in den Farben schwarz-weiß-rot bewarb und mit dripouts auf den Plakaten nicht gespart wurde, was empfindlich der Ikonografie derer entspricht gegen die man auf die Bühne ging – geschenkt! Vielleicht ist heute der richtige Tag einmal zurück auf Dahlerau zu schauen, in eine Zeit als der Prozess gegen den Freundeskreis Rade längst lief. „Buntes Radevormwald“ weiterlesen

Burgpalast Budapest

Burgpalast Budapest vom Gellért Berg fotografiert
Burgpalast Budapest vom Gellért Berg fotografiert

Es war zu warm! Um den Burgpalast und das daran anschließende Burgdorf wirklich genießen zu können, hätte das Thermometer nicht so erbarmungslos nach oben zeigen dürfen. Ständig zehrt einen der Gedanke an Flüssigkeit wie Judas Ben Hur. Vielleicht deshalb, vielleicht auch, weil die Ansicht einfach besser ist, ist die Burg am schönsten von der Donau oder vom Gellért Berg. War jetzt Prag die Goldene Stadt oder Budapest. Noch mal nachschlagen…

Halluzination eines Neutrons im Vakuum der Materie

Dom Xanten
Dom Xanten

«Also» sagte er, «wie hast Du mich gefunden?» «Nicht sehr schwer zu erraten» erwiderte ich, «Ich habe gesucht! Da laufen ein paar Menschen auf unserem Planeten rum, die ja beste Kontakte zu Dir haben. Sie vermitteln Möglichkeiten, wie man mit Dir in Kontakt treten kann. Sie verkünden Dich.» „Halluzination eines Neutrons im Vakuum der Materie“ weiterlesen

Commerzgeplänkel

Commerzbank Tower Frankfurt am Main
Commerzbank Tower Frankfurt am Main

Der deutsche Steuerzahler hat 18 Milliarden € für die Commerzbank ausgegeben und dafür 25% Anteile erworben. Von den 18 Milliarden € hat die Commerzbank direkt für 5 Milliarden € die Dresdner Bank gekauft. Und von dem Moment an, als die Commerzbank die Dresdner Bank gekauft hat, waren die Banken zusammen noch 3,9 Milliarden € wert. Das heisst, wir haben für 18 Milliarden € 25% Anteile an 3,9 Milliarden erworben, also 975 Millionen €. Wenn das kein Schnäppchen war. Und diese Personen warnen gebetsmühlenartig vor sozialistischer Mißwirtschaft. Das sind Komiker.

Volker Pispers

Wie ich darauf komme? Pünktlich, als Ende letzten Jahres durch die Medien ging, dass die Commerzbank wieder Geld braucht, und „jede Ressource genutzt werden müsse“, meinten die Spaßvögel aus dem Nichts mal wieder Kontoführungsgebühren für ein meistens kostenloses Girokonto abzubuchen. Meistens eben deshalb, weil so alle 0,75 Jahre doch mal der Notgroschen abgebucht wird, vielleicht merkt es ja keiner. Ich warte wirklich darauf, dass sich Banker am Ende des Jahres in Gruppen zusammenrotten um Klinken zu putzen und mit vorgehaltener Hand ein Frohes Neues Jahr zu wünschen. Die haben aber auch das Jahr über gut die Tonnen geleert.

Destroy 2000 Years Of Culture

Destroy 2000 Years Of Culture
Destroy 2000 Years Of Culture

Jedes erhabene Werk menschlicher Schöpfungskraft war am Anfang unmöglich. Jede Idee wird lieber bis zur Bedeutungslosigkeit auseinander dividiert bis es wahnsinnig erscheint es umsetzen zu wollen. Wir sind heute besser denn je darin alles nicht der Norm entsprechende schon deshalb zu verurteilen, nur weil wir es nicht kennen. Da hilft auch keine gefühlte Toleranz. Es sind soziale, kulturelle oder gesellschaftliche Ängste und Zwänge gespiegelt in einem und durch einen selbst, die das Unmögliche erst unmöglich erscheinen lassen. Und doch sind es genau die Menschen, die sich über Grenzen und Zwänge hinwegsetzten, die kulturelle und soziale Evolution im Mikro- und Makrokosmos überhaupt erst möglich machen. Es sind die Menschen, die in ihrer Zeit für größenwahnsinnig oder verrückt gehalten wurden, ihre Ideen und Ziele für absurd, die die Menschheit voran brachten.

Es ist Zeit aus Zwängen auszubrechen und Evolution zu ermöglichen. Evolution, die dem Menschen dient, nicht dem Zwang.

Die Müngstener Brücke aus der Luft

Die Müngstener Brücke
Die Müngstener Brücke

Wir kommen aus östlicher Richtung. Am unteren linken Rand befindet sich die Remscheider Ortschaft Westhausen die nicht nur auf dem Bild das Ende Remscheids in westlicher Richtung markiert. Unmittelbar hinter Westhausen liegt Solingen-Burg, mit der bekannten Sehenswürdigkeit Schloss Burg. Am rechten, östlichen Bildrand sind die Ausläufer von Remscheid Reinshagen zu sehen, Oberreinshagen. Zwischendurch schlängelt sich seit jeher Der Müngstener, heute von der Bahn RB47 genannt, durch die Landschaft. Die kleine Ortschaft Remscheid Küppelstein, mit der dort ansässigen Akademie für musische Bildung und Medienerziehung e.V. liegt schon im Hangbereich hin zur Wupper, und ist nur noch zu erahnen. Lediglich ein rotes Hausdach zeugt auf dem Bild offensichtlich von dem Ort. Dann sehen wir in der Mitte des Bildes eine tiefe topografische Falte, durch dessen Tal die Wupper fließt. Und hier war das Problem: Wie per Zug diesen tiefen Graben überwinden, um Remscheid mit Solingen zu verbinden. Noch heute sind beide Städte mit dem Auto weit voneinander entfernt, egal ob man die Route über Solingen-Burg wählt, oder noch schlimmer durch Müngsten. Hier hat der Zug für Mensch und Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke geschlagen, die sich auf dem Bild unverkennbar über das Tal schlägt, und die einst 44km Schienenweg von Solingen nach Remscheid zu 9km verkürzt. Im hinteren Teil des Bildes sehen wir in der Ferne ein Panorama von Solingen, und ein ganz geschärftes Auge könnte über Hilden hinweg Richtung Rhein sehen. Leider gaben die Wetterbedingungen den Blick nicht für das beschränkte technische Auge frei.

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Ein Meter

Wupperbrücke mit Wupperdamm - Krebsöge
Wupperbrücke mit Wupperdamm - Krebsöge

Jetzt sind wir einen Meter vom vorletztjährigen Tiefststand entfernt. Den letztjährigen Tiefststand haben wir bereits unterschritten. 3 Meter, und die Kräwinklerbrücke taucht wieder auf, so denn die Angabe von 235m stimmt. Und: Das Wetter bleibt trocken!

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten Pt. II

Alte Berufsschule - Raum für Neues; in Grenzen
Alte Berufsschule - Raum für Neues; in Grenzen

Ich habe ja wirklich lange geglaubt, diese Mauer wäre nur vorübergehend dort aufgestellt, schon die billige Bauweise und hässliche Ansicht lässt das vermuten. Langsam kommt die Erkenntnis, dass sie es wohl tatsächlich ernst meinen. Vor nicht allzu langer Zeit standen hier große Bäume. Das ist natürlich Käse, die nehmen einem Sicht und Licht.  Jetzt darf die untere Etage lichtdurchflutet auf das schöne Grau schauen, und die Radevormwalder Patrioten-Connection kann schon mal die Stifte zücken; hier gibt es reichlich Fläche für Volksschutzmeldungen. „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten Pt. II“ weiterlesen

Ich heiße Jupp und bin bei Krupp

Krupp nahtlose Radreifen auf Krupp Eisenbahnschiene
Krupp nahtlose Radreifen auf Krupp Eisenbahnschiene

Oder, wie Wizo lyrisch vorzutragen hatte: Jupp Jupp Pseudokrupp, der Jupp der Jupp hat Pseudokrupp.

Man braucht nicht dem Gedanken zu verfallen, dass Bleibendes aus Sozialromantik erwächst. Alles, was wir heute bestaunen, und kein immaterielles Gut darstellt, wurde mehr oder weniger blutig erkämpft, und je weiter wir zurück schauen, umso mehr Blut und Schweiß war nötig. Es hat häufig keinen Nutzen. Leuchttürme ohne Lichtzeichen. Nicht durch Reformen wird die Welt verändert, sondern durch Blut und Eisen. Eisen. Da wären wir bei Krupp. Zwar kochte man in Remscheid schon auf und mit dem zähen Zeug herum, als das Ruhrgebiet höchstens Landwirtschaftsmetropole war, doch eine günstige geografische- aber vor allem eine geologisch günstige Lage sollte auch nördlich des Schiefergebirges für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.

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