20
2010
Ich und der Pinguin
Und ich war so gewillt! Linux spukt seit über 10 Jahren auch auf meinen Workstations, auf den vielen verschiedenen Servern der vergangenen Jahre im Privatbereich wie gewerblich lief und läuft ohnehin ausnahmslos Linux. Die Shell ist mein Freund. Doch aufgrund vieler verschiedener Unzulänglichkeiten der X Systeme ist es nie zu einem Volleinsatz von Linux auch auf dem Desktop für mich gekommen. Nach der neuerlichen Virenattacke unter Windows hatte ich dann die Schnauze voll und war gewillt, endgültig zu wechseln. Viel Wasser ist seit den 90ern den Rhein runter geflossen, hier wird doch endlich ein Start möglich sein?! Das hätte auch den spannenden Nebeneffekt gehabt, mir die dummen Gesichter des ausschwärmenden Nachwuchses in Richtung meines Arbeitszimmers bestaunen zu können, die auf der Suche nach irgendwelchen Spielen auf Windows Kisten nur noch Pinguine sehen. Ich habe mir schon die Alternativen gesucht, bin bei Quanta gelandet, hätte unter Schmerzen auf Outlook verzichtet und mir den Buchhaltungskram sowie den für meine Arbeit ebenfalls notwendigen Internet Explorer über eine VM reingeholt. Doch daraus wird nichts – noch immer nicht!
13
2010
Bitte einmal alles in einem Rutsch!
Es gibt Tage und es gibt Tage. Und heute, das war ein Tag!
Nicht nur, dass sich eine Festplatte aus dem Raid des Servers vom Drachenforum verabschiedet hat. Jetzt meldet ein weiterer meiner Server, auf dem der Meerschweinchen Ratgeber liegt, dass es seinem Dateisystem gar nicht gut geht. Der Platin Service meines Providers, für den ich jeden Monat immerhin einen 10er zusätzlich abdrücke und bisher noch nie in Anspruch genommen habe, erweist sich als Granit-Service. Zumindest fühlt sich meine Kauleiste so an, als hätte ich damit auf eben solches gebissen, als ich um den Austausch bat. Und weil das alles noch nicht reicht, schleust sich über Google Chrome ein Virus in meinen nicht deinstallierbaren Internet Explorer, den ich beim nächsten, unbedachten Aufruf des tollen Webbrowsers aktiviert habe. Als Folge liegt jetzt mein lokaler Webserver auch noch lahm, weil alle Quellcodes, wir reden von tausenden Dateien, mit iframes variabler Adressen zugeschissen sind, die auf weitere Viren verlinken und irgendwelche Pornoseiten öffnen. Mein Arbeitsrechner hat jetzt zusätzlich noch so ein topmodernes rootkit im Hintergrund, und dauernd wollen kotzende Elche meine Kreditkartennummer um meinen PC von Viren zu befreien.
Langsam reift die Erkenntnis zu einer roten Traube, dass ich Windows wirklich lieber nur noch als VM unter Linux ausführe, wenn ich meinen Buchhaltungsmist machen muss. Irgendwie ist es komisch von innen die Fenster zu putzen und dabei zuzusehen, wie von außen Kobolde genüsslich Teer und Pech darauf verteilen. Aber irgendwann finde ich meine Haubitze wieder! Und wenn mir jetzt irgendeiner mit einem Mac ankommt, richte ich sie als erstes auf Deine Koordinaten!
04
2010
Windows XP ist tot! Internet lebt! IE9 kommt.
Der Internet Explorer 9 steht in den Startlöchern. Nachdem Microsoft den Browserkrieg gewonnen hatte, wurde es noch schlimmer, bevor es besser wurde. Internet Explorer 6 war furchtbar, Internet Explorer 7 grausam und der Internet Explorer 8 ein Unverschämtheit. Neustart: Jetzt kommt der Internet Explorer 9 und macht alles besser, aber nicht für das abgelaufene Windows XP! In der Politik spräche man von der absoluten Mehrheit, welche hier ausgespart wird. Auf Minderheiten kann der Fortschritt keine Rücksicht nehmen.
14
2010
Wie, Sie haben kein iPhone?
Mahhh! Nein, ich habe kein iPhone. Und das hat nichtmal finanzielle Gründe. Es liegt auch nicht an meiner grundsätzlichen Verweigerungshaltung gegenüber mich hereinbrechenden Herdentrieben (twitter, facebook, Sarrazin). Ich möchte mich auch nicht immer dafür rechtfertigen müssen. Es ist systematischer Natur. Nachdem das iPhone immer lauter werdend medial gepushed wurde wie einst der Macintosh in der Fachpresse, bevor Jobs übermütig wurde und von Adobe über Wasser gehalten wurde, werden leise Stimmen laut und üben Kritik. Endlich!
06
2010
Wie sich eine Marke selbst zugrunde richtet
Ich bin ein lebhafter Siedler Spieler! Das wissen auch meine Versandhändler und bombardieren mich mit Kaufangeboten des neuen, jetzt veröffentlichten siebten Teils der Siedler Serie für den PC.
Ich habe Mitte der 90er bereits Tage und Nächte Siedler I gespielt, Siedler II war toll, mit Siedler III kam ’98 kam der Online Modus und eine Schlacht nach der anderen. Siedler IV war doof, weil es sehr fehleranfällig war. Und da der “guten Tradition” folgend nach dem Release erstmal die gesamte Entwicklungsabteilung entlassen wurde um die Ernte noch besser einfahren zu können und Lohnkosten zu senken, wurde das Spiel nie wirklich dauerhaft spielbar, weil schlicht keiner mehr den Code kannte.
Jetzt geht es weiter – ohne mich!
21
2010
ABM Wirtschaftsförderung
Wenn man sonst mal wirklich nichts zu tun hat, dann spielt man auch mal Kontaktbörse.
Melden Sie sich unter Chiffre 0815
Wie sieht es eigentlich im Hochtechnologieland Deutschland mit DSL an den Wupperorten aus? Ach ja:
Wir würden Geld für eine Infrastruktur ausgeben, an der die Telekom später verdient.
Korsten, uns Bürgermeister
Das ist einfach formuliert und bleibt gut im Kopf stecken. Zu verschenken hat ja niemand mehr etwas, steckt ja alles in Life-Ness und Wülfing, den infrastrukturellen Positionen auf der roadmap schlechthin! An der von der Auflastung zum Neubau mutierten Wülfingbrücke, die vollmundig als Strukturverbesserung verkauft wird, verdient natürlich kein privatwirtschaftliches Unternehmen. Ja tatsächlich nicht, die Firma gibt es ja gar nicht mehr in Radevormwald. Wer jemanden kennt, der diese Brücke wirklich braucht und haben will, möge sich melden!
Es ist gewissermaßen schon erschreckend, mit welcher großbäuerlichen Borniertheit hier mitunter argumentiert wird. Brüderle sprach kürzlich noch vom flächendeckenden “1MBit-Ziel” in diesem Jahr, in unserem dicht besiedeltem und selbsternannten Hochtechnologieland. 40 Milliarden €uro will Brüderle dafür locker gemacht sehen, bis 2014 flächendeckend 50MBit zu bekommen, an der die Telekom später verdient. Hier ‘om Dorf läuft das anders!
Wat de Bur nich kennt, dat freet he nich!
Der offizielle Internetauftritt der Stadt Radevormwald zeigt es ja zu deutlich. Bleiben wir doch bei Brücken, Enten und Telefonvermittlung. Digitale Spaltung ist das Fachwort dafür. Aber auch daran gewöhnt man sich.
09
2009
Katzenjammer
Manchmal kann man es einfach nicht mehr sehen. Oh wie ist Google böse! Aktuell geistert es durch den Internetwald, dass Google Analytics ganz ganz böse ist! Oberste Datenschützer haben auf der Suche nach Arbeit mal wieder im Datennetz gesucht, um dem Datenschutz zu frönen. Und aktuell ist Google Analytics böse, was mitunter durch ziemlich pomadige Unterstützung der Leitmedien in die Hirne des gemeinen Internetnutzers gehämmert wird.
11
2009
Fucked up!
Ich hasse Drucker! Ich habe sie immer gehasst, und ich werde sie weiterhin hassen! Nur eine Ausnahme gibt es: Den HP Laserjet 4. Ansonsten sind alle Drucker Müll! Zum Beispiel mein nun hinterm Verfallsdatum werkenden HP Color Laserjet 2600n. Über den war ich einige Zeit ganz glücklich, bis sich irgendwann Magenta, also Rot, nicht mehr aufs Papier bringen ließ. Toner leer? Nee, der war voll. Wackel mal am Kabel? Bringt auch nichts. Reinigung? Kein Erfolg. Neu kalibrieren? Nö. Ich hatte mich daran gewöhnt nur noch schwarz zu drucken.
15
2009
< > | – und wo ist lilo?
Drum prüfe, welchen PS/2 -> USB Adapter du kaufst! Größer, kleiner und pipe fand ich jetzt nicht wirklich verschmerzbar, wie ich es anders lautend und großherzig postuliert in einem Forum lesen durfte.
12
2009
Bist Du Pirat?
Nicht verwunderlich an den Piraten ist, dass ihnen von Natur aus das gelingt, was heute als hohes Gut im Wahlkampf gilt: Die Nutzung des Internet! Interessant und spannend ist, dass anderen Parteien das nicht gelingt. Die Stimme des Internet, wenn heute Bundestagswahl wäre, sagt:
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17
2009
Rechtsfreier Raum Internet
In der Bösmannstraße lebt ein ganz schlimmer Finger – Herr Blödmann wird er genannt! Hinten, ganz am Ende! Wir wissen wo er wohnt, wir wissen seit Jahren was er macht, das ist regelmäßig Thema hier im Ort, und keiner hier findet das gut! Zwielichtige Gestalten mit faltenreichen Gesichtern und ebensolchen Gedanken gehen dort aus und ein, und ich will gar nicht daran denken, was sie dort machen. Auch die Leute sind hier stadtbekannt! Endlich hat die Regierung gehandelt. Sie hat die Straße abgerissen - im letzten Teil hinten!
Herr Muster beschwert sich jetzt doch tatsächlich, er käme jetzt nur noch erschwert zu seinem Haus. Der steckt bestimmt mit Herr Blödmann unter einer Decke. Jedenfalls haben wir jetzt endlich Handlungsstärke gezeigt.
Es gibt vereinzelt Berichte, ein Bürgerweg und eine weitere Straße würde zum Haus von Herr Blödmann führen, aber als viel beschäftigte Personen haben wir nie nachgesehen. Wir haben endlich Ruhe und das Problem behoben! Außerdem ist mindestens ein Weg ein Privatweg, den kann man eh nicht abreißen.
29
2008
Der Satz des Tages
Heute drei Jahre alt und immer noch gut:
Statt mit Pop-Ups zu werben, die nur die Pop-Upblocker sehen, schalten Webmaster mit Layer-Ads unaufdringliche Layer auf Ihren Seiten, an denen der User einfach nicht vorbei kommt.
Tatsächlich entwickelte sich LayerAds ja zur Seuche schlechthin, und mit der Meinung bin ich nicht alleine!
Schnapsideen haben Konjunktur
Zu später Stunde, wenn die geistige Leistungsfähigkeit schon eine gewisse Beschränkung erfahren hat, und man fortwährend dem engagierten Logopäden neue Anreize liefert, da wird schon mal gerne der ein oder andere Schnaps gekippt. Hier entstehen dann die tollsten Ideen…
18
2008
Tanz den Voodoo Baby!
Lass’ Dir den Mut nicht nehmen, halte noch ein bißchen aus!
Wer kennt eigentlich noch 3dfx? Es war zu einer Zeit, als Mircosoft gerade die Maus entdeckt hatte und sich ein Kult entwickelte, wie man ihn später höchstens noch von Apple kennt. Es ist schon ungewöhnlich: Während sich der Wert einer Grafikkarte zum Erscheinungstag halbiert und später nur noch ein xtel an Wert hält, hat es 3dfx geschafft überaus wertstabile, wenn nicht sogar im Wert steigende Hardware zu entwickeln! Die haben aber auch gerockt! Und als gewöhnlicher PC Spieler wird man in der zweiten Hälfte der 90er auf dem PC System wohl den üblichen Weg mitgegangen sein: Voodoo, Voodoo2, Voodoo3500, Voodoo4500, Voodoo5500. Glide war damals aber auch ein Sahne Genuß! Ja, und dann gab es ja noch DIE Karte von 3dfx: Voodoo5 6000! Ein nie in die Serienproduktion gegangener Schatz, der noch immer vierstellige Summen bei ebay abverlangt. Auf eine Verbreitung von gut 100-200 Exemplaren weltweit wird das Flagschiff geschätzt. 3dfx konnte sich so gerade noch ins nächste Jahrtausend retten, aber nachdem man ihnen vorgeworfen hatte sie seien zu technisch orientiert und das Marketing müsse verbessert werden, war vor gut 8 Jahren Schluß und 3dfx ging an nVidia. An ATI als Chipentwicker für die Spielefraktion dachte man damals noch nicht, und doch waren sie bereits in den Startlöchern. 1999 kam die ATI Rage Fury Maxx. Sie hatte, wie damals auch bei 3dfx üblich, 2 Grafikchips. Auch diese Karte durfte ich mein Eigen nennen. Allerdings konnte sie sich aufgrund mangelnder Unterstützung für das bald erschienene Windows 2000 bei mir nie wirklich bewähren. Mit Windows XP gab es wieder Treiber für die Karte, da war sie aber so hoffnungslos veraltet, dass sie auch nicht mehr zum Einsatz kam. Die Vergänglichkeit von Hardware…











