30
2010
… und es war Sommer
... im Juli 2010. Ich gehöre nicht wirklich zu denen, die immer und ständig über das Wetter meckern müssen, aber 6°C um 23:00Uhr am 29. August 2010 müssen doch nun wirklich nicht sein, oder? Überhaupt erscheint mir dieses Jahr vom Wetter her ziemlich durcheinander. Zunächst Winter bis weit in den März hinein, dann den Frühling übersprungen, und im Hochsommer dann schon wieder stark an den Spätherbst erinnernde Temperaturen. Wenn bereits Ende August die Kaminöfen ihren Qualm auspusten, und die Inversion ihn auf den Boden drückt, dann stimmt doch was nicht? Nie war ein Juli so heiß seit Beginn der Wetteraufzeichnung, nie war ein März so kalt, und nie war ein August so naß. Nie war ich so irritiert.
24
2010
Währenddessen
Ich liebe Gewitter!
Selten genug, dass ich nahe dran bin. Beste Erinnerungen habe ich noch an ein Gewitter aus der Kindheit, als ich Nachts mit meiner Mutter am Dachfenster stand, wir uns das Spektakel beschauten, und mich die Frage bewegte was wohl wäre, wenn jetzt der Blitz einschlägt. Beruhigend sagte meine Mutter, dass der schon nicht einschlagen würde, woraufhin es kurz darauf hell wurde, krachte, und die ganze Straße ohne Strom war.
Spätestens seit dem Tag bin ich vollkommen fasziniert von Naturgewalten.
Baut nur weiter eure Häuschen Stein auf Stein,
es wird kommen und reißt alles wieder ein.
In der folgenden Zeit entwickelte ich sowas wie einen Riecher. Nachts wurde ich regelmäßig eine Stunde zuvor wach, bevor es losging (so eine esoterische Geschichte). Ich studierte Wolkenformationen und Großwetterlagen. Noch immer bin ich wie ein kleines Kind, wenn es Gewitter gibt. Getoppt wird das höchstens wenn Schnee fällt und ich ständig aus dem Fenster schauen muss - könnte ja morgen schon wieder weg sein!
Als Nachtrag noch ein zwei "Danach" Fotos:
Man nähert sich. Der Herbst kann kommen
23
2010
Danach
... und plötzlich wurde es nebelig. Nebel zu fotografieren ist eine Sache für sich; die Belichtungsmessung spinnt, und sekündlich erzeugt der Nebel ein ganz anderes Motiv.
Jedenfalls fühle ich mich noch nicht angekommen. Aber ein Anfang ist gemacht.
27
2010
London calling…
When they kick out your front door,
how you gonna come?
With your hands on your head,
or on the trigger of your gun?You can crush us
You can bruise us
but you'll have to answer to
Ohh the guns of BrixtonThe Clash - Guns of Brixton
Gleich zweimal Clash in einem so kurzen Beitrag! Nein, Guns of Brixton ist nicht von den Söhnen Mannheims, nicht von den Toten Hosen und nicht von Jule Neigel!
12
2010
Was war das denn wieder?
Huihuihui - welch' frohlockende Unwetterwarnung
vor SCHWEREM GEWITTER mit ORKANARTIGEN BÖEN, HEFTIGEM STARKREGEN und HAGEL für den Oberbergischen Kreis
04
2010
Dragged by the force of some inner tide
The grass was greener
The light was brighter
The taste was sweeter
The nights of wonder
With friends surrounded
The dawn mist glowing
The water flowing
The endless river
Forever and everPink Floyd - High Hopes
Auf diesem Weg noch einmal mein Dank an die Önkfeld-Fraktion für diesen wunderschönen Tag!
23
2010
Konsens Kondens
Irgendetwas fehlte die letzten Tage... Jetzt hat man sich wieder aufs Wolkenmachen geeinigt, und Strömung trägt die Kondenzstreifen zu Teppichen über das Land. Auf dem Foto gut zu sehen sind die verwehten Kondensstreifen der Einflugschneise des Flughafens Düsseldorf. Mit Düsseldorf, Köln-Bonn und Dortmund können wir uns hier im Bergischen Land sicher nicht über einen Mangel der Wettermacher beschweren. Umso spannender, dass das Wetter auf n-tv von denen präsentiert wird, die es machen. In östlicher Richtung, wo die Flieger alle zusammenkommen, sieht es noch schlimmer aus:
Da lasse ich mir doch lieber von automatischen Garagentoren das Wetter präsentieren, oder von im Regen stehenden Bankern. Auf sowas muss man erstmal kommen... Bizarr war auch die Situation, dass während des Flugverbots natürlich weiter geschätzte 60% der Werbung auf Nachrichtensendern irgendwas mit Fliegen zu tun hatte.
Für das Klima jedenfalls ist der alltägliche Wolkenteppich wohl kaum minder erwärmend, als dieses böse böse CO2. Über die Kondensstreifen-Zirren führt man lieber erst gar nicht Buch, nicht, dass am Ende das Fliegen gänzlich klimaschädlich wird!
16
2010
Himmelblau
Naja, fast. Ein zarter Grauschleier bedeckt den Himmel. Hmmm... Deutschland frei von Flugzeugen! Radarvirtuel.com, eine gut überlastete Seite mit langen Ladezeiten, gibt Aufschluß warum. Über halb Deutschland liegt dieser merkwürdige Grauschleier bereits. So ein Ärger, jetzt war die jahrelange Klimaerwärmung doch wohl hoffentlich nicht umsonst. Auf die Brustwehr, rührt das Pech an! Und was macht mein Bruder der alte Schluchtenwanderer eigentlich dieser Tage?
09
2010
Im Märzen der Bauer…
Oben am Himmel stand die Sonne, und brachte ihr Gesicht zur Geltung, lachte - ein schöner Apriltag war - und schickte ihre goldenen Straßen zu uns auf die Erde nieder wo wir Menschen wohnen. Wolkenleer war der Himmel, ganz blau. Ein paar kleine Federwolken hatten sich dazu gesellt, und eine graue Regenfront bedeckte den Himmel, sodass die Sonne kaum dadurch guckte. Trotzdem war der Septembertag gut! Schneebedeckte Dächer bogen sich unter ihrer Last, doch die Sonne tat ihr gewaltiges Bestes dabei und sagte praktisch: Hier bin ich, Schnee geh weg! Der Schnee versuchte zu schmelzen doch es war eisig kalt, der Dezemberhimmel hatte ein tiefes Blau, und es war sehr schön. Das Wetter war ... strahlend! Ein strahlender Sommertag! [..] Es regnete in Strömen.
Auszug aus Helge Schneiders - Pariserzählung
06
2010
The game is over
Ich wusste immer, sein Rückzug ging nur ein kleines Stück
und jetzt ist er zurück.
Zwei Szenarien hat sich die Menschheit ausgedacht: Aus der Wüste tönte es, festgehalten in der Bibel, geht die Welt im Feuersturm unter. Da habe ich aber auch schon mal phantasievolleres gehört, als einen Wüstensohn, der vom Hitzetod spricht. Der Rufer in der Wüste schweigt. Im Norden spricht man, die Welt wird erfrieren, Ragnarök. Auch nicht gerade einfallsreich beim Iglu, dass ohne Mann mit Bart, die Erde erfrieren zu sehen. Beiden gemein ist, dass sich die Götter ganz wie die Menschen benehmen, kräftig einen über den Durst trinken und sich mächtig auf die Glocke hauen. Sterne fallem vom Himmel - muss eine große Glocke sein! Interessant dabei ist: Mittlerweile können wir für die Erde selbst jedes dieser Szenarien hervorrufen, für die wir früher die Götter um Hilfe bitten mussten. Wir brauchen längst keinen vermenschlichten Gott mehr um uns den Garaus zu machen.
Wir spalten das Atom
und machen damit Strom
für jede Lebensform
erschaffen wir die Norm
Den Müll versenken wir im Meer
und alte Bomben hinterher
was wir sonst nicht haben wollen
vergraben wir in alten Stollen
Perfekte Nachfahren entsteh'n
durch die Veränderung am Gen
Groß und schön und wohl geformt
voll veredelt und genormt
11
2010
Am Tag, als alle Schranken fielen…
Was war das Leben früher beschaulich. Man hatte klare Grenzen die aufzeigen, wo der Weg endet. Wie in der Dehnerhofstrasse in Radevormwald, an dessen Ende StVO Prellböcke angebracht wurden, um den Durchgangsverkehr nicht durch die beschauliche Straße zu lassen. Man gab dem Bürger seine befriedete Ruhe. (weiterlesen...)
03
2010
Nach dem Aufstand kamen die Drogen
Und nach dem Schnee kommt das Tauwetter. Daran werde ich mich nie gewöhnen, irgendwie habe ich dann immer schlechte Laune. Bis April, so durfte man gestern vom Bauern, und der weiß es am besten, vernehmen, werden wir noch das weiße Zeug sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und dann bitte direkt in die Grillsaison!
02
2010
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Da gehört schon Mut zu hier nach Sibirien zu kommen. Die Schneeberge türmen sich in der Sackgasse, gegen Abend wurden die Berufsheimkehrer nur unter größter Anstrengung in die verbliebenen Parkbuchten geschoben, und der Untergrund wurde zur Buckelpiste. Und dann kam er doch noch. Leider hatte ich ein falsches Objektiv mit viel zu großer Offenblende drauf, sodass ich die Empfindlichkeit aufreißen musste - also wieder mal nur ein dokumentarisches Schneeräumer Bild.
Mittlerweile regnet es in Strömen in den munter 60cm tiefen Schnee auf der Nordseite des Daches kräftig rein, das Gebälk knackt ein wenig zum mulmig werden, und das Dachfenster ist alleine aufgrund des Gewichts nur noch unter größter Anstrengung zu öffnen gewesen. Wenn es jetzt nicht wieder friert ist alles in Butter, ansonsten denke ich mal kurz an die, die morgen früh dann wieder den Ritt begehen, wenn ich mich im warmen Bett nochmal umdrehe.
Update 3. Februar 2010 0:30Uhr: So, nun wird es doch wieder kalt und es schneit kräftig drauf.
01
2010
Tief Keziban
... und da heißt es, Türken wären integrationsunwillig. Keziban zumindest erinnert an die harten Winter aus grauer Vorzeit, als Kezibans Mann noch Gastarbeiter war. 60cm meldet der Hohenhagen in Remscheid lt. Waterboelles. Ob die Zahl im Detail nun richtig ist, hier muss man ja generell sehr vorsichtig sein, verhalten sich alle so, als wäre das so außergewöhnlich. Es werden Winter aus eben jener grauen Vorzeit erangezogen, mit denen das, wenn überhaupt, noch vergleichbar wäre! (weiterlesen...)
30
2010
Aktuelle Schneehöhe
So, heute Nacht gab es nochmal richtig was drauf, und jetzt messen wir schon 3cm Schnee in Radevormwald - also zumindest ich messe das, so π * Auge übern Daumern ungefähr. Kann n bißchen mehr sein. Damit war auch der Startschuß frei für die Hamserkäufe, die in Vielzahl zu beobachten waren. Wer weiß, ob et morgen noch was gibt!


















