23
2011
Zeus speaking…
Und plötzlich klappt es auch ohne CHDK, und dann auch noch mit 70mm. Es waren ein paar der ganz wenigen Blitze, die überhaupt den Boden erreicht haben. Das meiste spielte sich doch von Wolke zu Wolke ab und zischte über das Haus hinweg – wenn man überhaupt den Lichtbogen zu sehen bekam.
Langsam fängt es an Spaß zu machen. Die Gewitter sind aber auch von anderem Kaliber als die letzten Jahre.
19
2011
Freude schöner Götterfunken
Es erstaunt mich doch immer wieder, was fleissige und kreative Köpfe so alles anstellen mit den Werkzeugen, die man ihnen in die Hände gibt. Da machen Leute aus ein paar Steinhaufen und einem Hammer Skulpturen, andere zupfen harmonisch Stahl über einem Resonanzkörper, und wieder andere lesen über eine optische Kopplung mit der Status-LED ihrer kompakten Digitalkamera die komplette Firmware aus, disassemblieren sie und schieben sie geändert nach ihren eigenen Vorstellungen später zurück in die Kamera. Und weil man freundlich ist, teilt man allen mit wie es geht, und es entwickelt sich eine florierende Gemeinschaft. Der Kenner weiß: Ich kann nur von CHDK reden. (weiterlesen…)
01
2011
Kalt in Deutschland
Also wenn schon kalt, dann bitte auch Schnee! Aber Raureif ist auch eine nette Veranstaltung. Leider war es mir auf der Suche nach dem perfekten Eiskristall doch um einige Grad Celsius zu kalt.
19
2010
Inne halten
NicOli sind irgendwo in Frankreich, Nadine wird zur Schnippserin. Was fängt man alleine an so einem Tag an, mal abgesehen davon, dass Timon bei Siedler III die nächste Abreibung bekam? Man schnappt sich die Kamera und stapft durch den Schnee. Und man hält einen Moment inne, man schaut sich halt andere an, die sich möglichst spektakulär auf die Nase legen. Immerhin sieht man dieses Jahr Kinder Schlitten fahren!
Und Spaziergänger! Überall Spaziergänger. Aber der Schnee hat viele Seelen wohl ausreichend strapaziert, da kann man sich ruhig mal an die schönen Seiten gewöhnen. Es ist die Zeit, in der der Weißabgleich an hunderttausenden Kameras schwer arbeiten muss.
Und während ich in der warmen Stube diese Zeilen hacke, zieht draußen der Schneefall wieder an. Langsam bekomme ich echt Platzprobleme. Neubausiedlungen sind nicht für Eventualitäten ausgerüstet. Das merkt die Müllabfuhr, die kaum noch durch die Straßen kommt, das merkt der Möbeltransporteur, der zunehmend Probleme hat die zusammengepferchten Kleinfamilien, hinter Rotband und Tapete versteckt, anzusteuern, und das merkt der Schneeschipper, der nicht mehr weiß, wohin mit dem Weiß. Dann bleibt die Zeit halt einfach stehen. Mein Nachbar hat ja seinen Parkplatz sicher verteidigt.
06
2010
Komm hol die Schüppe raus!
Da müssen die Schneehasser jetzt durch!
Ein paar Impressionen meines letztnächtlichen Streifzugs durchs Dorf.
Ach ich könnte ewig so weitermachen
Aber ich will nicht langweilen
05
2010
Wintereinbruch
Ob die Zeit gekommen ist den Dachstuhl zu sanieren? Der alte Herr R. würde sich im Grabe umdrehen. Ich kehrte auf meiner Wanderschaft kurzzeitig im alten Haus im Froweinpark ein, um mein Linsenreinigungstuch zu zücken (T-Shirt) und das Objektiv vom Wasser zu befreien, als sich mir dieses Motiv aufdrang und ich sofort die Assoziation ”Wintereinbruch” hatte.
Jetzt hat es sich auch erstmals richtig ausgezahlt, dass Flugwasser meiner Kamera nur ein müdes Lächeln abverlangt. Aber der Mist auf der Linse bleibt ein Problem. Mit der Hand die Linse schützen geht auch nicht, weil Kondenswasser der warmen und Hand und des nassen Handschuhs nach einer Weile das Glas beschlagen lässt – und das bekommt man noch viel schlechter weg.
Früher, da hatten wir noch Winter!
Nicht so ein Klimawandel-Lullimann-Weichspül-Winter wie heutzutage. Früher musste noch das THW ausrücken um Dächer von Schnee zu befreien oder Tante Hettis Gassi-Geh Weg zu fegen. Und heute?
[..] seit Beginn der Wetteraufzeichnung
Was liebe ich diese Pressephrase. Die wird nur noch getoppt von
[..] auf offener Straße [..]
Noch nie habe ich erlebt, dass auf offener Straße jemand eine Liebeserklärung gegeben hat, man zusammen gefeiert hat, mit dem Kind gespielt hat… Auf offener Straße wird nur gemordet, überfallen, zusammengeschlagen und zerstört. Auf Seite 1 bei Google sind es 11 Tote und 18 Kugeln, ein Massaker, Ehrenmorde, Eifersuchtsdramen. Gut, dass die Straßen im Moment nicht offen sind. Da haben wir wieder eine Phrase:
[..] Geschlossene Schneedecke [..]
Ich bleibe dabei: Legt sich der Schnee auf die Erde entschleunigt sich die Welt in ein erträgliches Maß. Plötzlich wird es ruhiger an der Hauptverkehrsstraße, und man sieht überdies die ganze Kotze und Hundescheiße nicht mehr. Darum liebe ich ihn; jedes Jahr aufs Neue. Auch wenn man dafür sieht, was für Pisse-Dreckschleudern die Fußhupen in der Nachbarschaft sind und alles anpieseln, was sich auch nur ansatzweise gen Himmel erhebt.
Bezeichnend und erschreckend zugleich, dass Analysten direkt ausrechnen welchen wirtschaftlichen Schaden uns die Natur jetzt wieder abringt. Das die sich auch immer einmischen muss. Das passt nicht in idealisierte Systeme, die sich der Wirtschaftsstandort längt von der Wissenschaft abgeguckt hat, um das Ideal zum Soll zu manifestieren. Zeit sich von der Natur als letzten Störfaktor endlich zu emanzipieren. Immerhin ist Europa und insbesondere (und gerade) Deutschland von Christlicher Prägung. (ist das schon ein Eigenwort?)
Füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
1. Mose1, 28
Amen Chezus. Was plagst du uns dann so? Und wie sieht es aus an der Loipe in Önkfeld? Gerüchten zu folge spannen die Niederländer schon die Ketten aufs Gummi.
30
2010
… und es war Sommer
… im Juli 2010. Ich gehöre nicht wirklich zu denen, die immer und ständig über das Wetter meckern müssen, aber 6°C um 23:00Uhr am 29. August 2010 müssen doch nun wirklich nicht sein, oder? Überhaupt erscheint mir dieses Jahr vom Wetter her ziemlich durcheinander. Zunächst Winter bis weit in den März hinein, dann den Frühling übersprungen, und im Hochsommer dann schon wieder stark an den Spätherbst erinnernde Temperaturen. Wenn bereits Ende August die Kaminöfen ihren Qualm auspusten, und die Inversion ihn auf den Boden drückt, dann stimmt doch was nicht? Nie war ein Juli so heiß seit Beginn der Wetteraufzeichnung, nie war ein März so kalt, und nie war ein August so naß. Nie war ich so irritiert.
24
2010
Währenddessen
Ich liebe Gewitter!
Selten genug, dass ich nahe dran bin. Beste Erinnerungen habe ich noch an ein Gewitter aus der Kindheit, als ich Nachts mit meiner Mutter am Dachfenster stand, wir uns das Spektakel beschauten, und mich die Frage bewegte was wohl wäre, wenn jetzt der Blitz einschlägt. Beruhigend sagte meine Mutter, dass der schon nicht einschlagen würde, woraufhin es kurz darauf hell wurde, krachte, und die ganze Straße ohne Strom war.
Spätestens seit dem Tag bin ich vollkommen fasziniert von Naturgewalten.
Baut nur weiter eure Häuschen Stein auf Stein,
es wird kommen und reißt alles wieder ein.
In der folgenden Zeit entwickelte ich sowas wie einen Riecher. Nachts wurde ich regelmäßig eine Stunde zuvor wach, bevor es losging (so eine esoterische Geschichte). Ich studierte Wolkenformationen und Großwetterlagen. Noch immer bin ich wie ein kleines Kind, wenn es Gewitter gibt. Getoppt wird das höchstens wenn Schnee fällt und ich ständig aus dem Fenster schauen muss – könnte ja morgen schon wieder weg sein!
Als Nachtrag noch ein zwei “Danach” Fotos:
Man nähert sich. Der Herbst kann kommen
23
2010
Danach
… und plötzlich wurde es nebelig. Nebel zu fotografieren ist eine Sache für sich; die Belichtungsmessung spinnt, und sekündlich erzeugt der Nebel ein ganz anderes Motiv.
Jedenfalls fühle ich mich noch nicht angekommen. Aber ein Anfang ist gemacht.
27
2010
London calling…
When they kick out your front door,
how you gonna come?
With your hands on your head,
or on the trigger of your gun?You can crush us
You can bruise us
but you’ll have to answer to
Ohh the guns of BrixtonThe Clash – Guns of Brixton
Gleich zweimal Clash in einem so kurzen Beitrag! Nein, Guns of Brixton ist nicht von den Söhnen Mannheims, nicht von den Toten Hosen und nicht von Jule Neigel!
12
2010
Was war das denn wieder?
Huihuihui – welch’ frohlockende Unwetterwarnung
vor SCHWEREM GEWITTER mit ORKANARTIGEN BÖEN, HEFTIGEM STARKREGEN und HAGEL für den Oberbergischen Kreis
04
2010
Dragged by the force of some inner tide
The grass was greener
The light was brighter
The taste was sweeter
The nights of wonder
With friends surrounded
The dawn mist glowing
The water flowing
The endless river
Forever and everPink Floyd – High Hopes
Auf diesem Weg noch einmal mein Dank an die Önkfeld-Fraktion für diesen wunderschönen Tag!
23
2010
Konsens Kondens
Irgendetwas fehlte die letzten Tage… Jetzt hat man sich wieder aufs Wolkenmachen geeinigt, und Strömung trägt die Kondenzstreifen zu Teppichen über das Land. Auf dem Foto gut zu sehen sind die verwehten Kondensstreifen der Einflugschneise des Flughafens Düsseldorf. Mit Düsseldorf, Köln-Bonn und Dortmund können wir uns hier im Bergischen Land sicher nicht über einen Mangel der Wettermacher beschweren. Umso spannender, dass das Wetter auf n-tv von denen präsentiert wird, die es machen. In östlicher Richtung, wo die Flieger alle zusammenkommen, sieht es noch schlimmer aus:
Da lasse ich mir doch lieber von automatischen Garagentoren das Wetter präsentieren, oder von im Regen stehenden Bankern. Auf sowas muss man erstmal kommen… Bizarr war auch die Situation, dass während des Flugverbots natürlich weiter geschätzte 60% der Werbung auf Nachrichtensendern irgendwas mit Fliegen zu tun hatte.
Für das Klima jedenfalls ist der alltägliche Wolkenteppich wohl kaum minder erwärmend, als dieses böse böse CO2. Über die Kondensstreifen-Zirren führt man lieber erst gar nicht Buch, nicht, dass am Ende das Fliegen gänzlich klimaschädlich wird!



























