09
2010
Im Märzen der Bauer…
Oben am Himmel stand die Sonne, und brachte ihr Gesicht zur Geltung, lachte - ein schöner Apriltag war - und schickte ihre goldenen Straßen zu uns auf die Erde nieder wo wir Menschen wohnen. Wolkenleer war der Himmel, ganz blau. Ein paar kleine Federwolken hatten sich dazu gesellt, und eine graue Regenfront bedeckte den Himmel, sodass die Sonne kaum dadurch guckte. Trotzdem war der Septembertag gut! Schneebedeckte Dächer bogen sich unter ihrer Last, doch die Sonne tat ihr gewaltiges Bestes dabei und sagte praktisch: Hier bin ich, Schnee geh weg! Der Schnee versuchte zu schmelzen doch es war eisig kalt, der Dezemberhimmel hatte ein tiefes Blau, und es war sehr schön. Das Wetter war ... strahlend! Ein strahlender Sommertag! [..] Es regnete in Ströhmen.
Auszug aus Helge Schneiders - Pariserzählung
06
2010
The game is over
Ich wusste immer, sein Rückzug ging nur ein kleines Stück
und jetzt ist er zurück.
Zwei Szenarien hat sich die Menschheit ausgedacht: Aus der Wüste tönte es, festgehalten in der Bibel, geht die Welt im Feuersturm unter. Da habe ich aber auch schon mal phantasievolleres gehört, als einen Wüstensohn, der vom Hitzetod spricht. Der Rufer in der Wüste schweigt. Im Norden spricht man, die Welt wird erfrieren, Ragnarök. Auch nicht gerade einfallsreich beim Iglu, dass ohne Mann mit Bart, die Erde erfrieren zu sehen. Beiden gemein ist, dass sich die Götter ganz wie die Menschen benehmen, kräftig einen über den Durst trinken und sich mächtig auf die Glocke hauen. Sterne fallem vom Himmel - muss eine große Glocke sein! Interessant dabei ist: Mittlerweile können wir für die Erde selbst jedes dieser Szenarien hervorrufen, für die wir früher die Götter um Hilfe bitten mussten. Wir brauchen längst keinen vermenschlichten Gott mehr um uns den Garaus zu machen.
Wir spalten das Atom
und machen damit Strom
für jede Lebensform
erschaffen wir die Norm
Den Müll versenken wir im Meer
und alte Bomben hinterher
was wir sonst nicht haben wollen
vergraben wir in alten Stollen
Perfekte Nachfahren entsteh'n
durch die Veränderung am Gen
Groß und schön und wohl geformt
voll veredelt und genormt
11
2010
Am Tag, als alle Schranken fielen…
Was war das Leben früher beschaulich. Man hatte klare Grenzen die aufzeigen, wo der Weg endet. Wie in der Dehnerhofstrasse in Radevormwald, an dessen Ende StVO Prellböcke angebracht wurden, um den Durchgangsverkehr nicht durch die beschauliche Straße zu lassen. Man gab dem Bürger seine befriedete Ruhe. (weiterlesen...)
03
2010
Nach dem Aufstand kamen die Drogen
Und nach dem Schnee kommt das Tauwetter. Daran werde ich mich nie gewöhnen, irgendwie habe ich dann immer schlechte Laune. Bis April, so durfte man gestern vom Bauern, und der weiß es am besten, vernehmen, werden wir noch das weiße Zeug sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und dann bitte direkt in die Grillsaison!
02
2010
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Da gehört schon Mut zu hier nach Sibirien zu kommen. Die Schneeberge türmen sich in der Sackgasse, gegen Abend wurden die Berufsheimkehrer nur unter größter Anstrengung in die verbliebenen Parkbuchten geschoben, und der Untergrund wurde zur Buckelpiste. Und dann kam er doch noch. Leider hatte ich ein falsches Objektiv mit viel zu großer Offenblende drauf, sodass ich die Empfindlichkeit aufreißen musste - also wieder mal nur ein dokumentarisches Schneeräumer Bild.
Mittlerweile regnet es in Strömen in den munter 60cm tiefen Schnee auf der Nordseite des Daches kräftig rein, das Gebälk knackt ein wenig zum mulmig werden, und das Dachfenster ist alleine aufgrund des Gewichts nur noch unter größter Anstrengung zu öffnen gewesen. Wenn es jetzt nicht wieder friert ist alles in Butter, ansonsten denke ich mal kurz an die, die morgen früh dann wieder den Ritt begehen, wenn ich mich im warmen Bett nochmal umdrehe.
Update 3. Februar 2010 0:30Uhr: So, nun wird es doch wieder kalt und es schneit kräftig drauf.
01
2010
Tief Keziban
... und da heißt es, Türken wären integrationsunwillig. Keziban zumindest erinnert an die harten Winter aus grauer Vorzeit, als Kezibans Mann noch Gastarbeiter war. 60cm meldet der Hohenhagen in Remscheid lt. Waterboelles. Ob die Zahl im Detail nun richtig ist, hier muss man ja generell sehr vorsichtig sein, verhalten sich alle so, als wäre das so außergewöhnlich. Es werden Winter aus eben jener grauen Vorzeit erangezogen, mit denen das, wenn überhaupt, noch vergleichbar wäre! (weiterlesen...)
30
2010
Aktuelle Schneehöhe
So, heute Nacht gab es nochmal richtig was drauf, und jetzt messen wir schon 3cm Schnee in Radevormwald - also zumindest ich messe das, so π * Auge übern Daumern ungefähr. Kann n bißchen mehr sein. Damit war auch der Startschuß frei für die Hamserkäufe, die in Vielzahl zu beobachten waren. Wer weiß, ob et morgen noch was gibt!
29
2010
Tief im Westen…
... wo die Straße vereist. Wenn es im Dachgeschoss dunkel wird, bricht entweder die Nacht herein, oder es liegen 30cm Schnee auf den Fenstern. Verdammter Klimawandel! Nein, ich werde jetzt nicht in Sigmar Gabrielsche Polemik verfallen und Wetter mit Klima vertauschen. Aber es ist eine interessante Sachlage, dass pünktlich nach dem erneuten Scheitern auch des letzten Klimagipfels von Kopenhagen die Eiseskälte Europa fest im Griff hat. Außerdem ist das Wort Klimawandel schon irritierend, so man denn im Nebensatz einfügt, es wäre etwas unglaublich besonderes für die Erde, denn im Klima ist ja immer was im Schwange.
24
2009
Frohe Weihnachten
Allen, die wie auch immer geartet und aus welchen wie auch immer genährten Gründen Weihnachten feiern: Ein frohes und ruhiges Fest!
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.
Albert Schweitzer
21
2009
Und er bewegt sich doch!
Es ist ja eine gute Tradition in Radevormwald (und darüber hinaus), bei widrigen Straßenverhältnissen erst mal auf die Trantüten vom Winterdienst zu schimpfen. Dieses Jahr, obwohl wie jeden Winter durchaus Potential besteht, war es aber erstaunlich ruhig im Dorfforum. Ein wenig Schade, dass ich nur meine kleine Ritsch-Ratsch-Klick bei meinem gestrigen Winterspaziergang dabei hatte, denn sowohl die Schneefontänen bei Räumungsbemühungen am Rader Berg, wie auch die meterhohen Schneeaufwirbelungen hinter den von Honsberg kommenden Autos geizten nicht mit einer imposanten Erscheinung. Immerhin weiß ich jetzt wo ich mich postieren muss, wenn es dann wieder losgeht. In Karthausen fand ich dann auch die vom Wetterdienst angekündigten Schneeverwehungen.
23
2009
Das ist der Herbst!
Ja, seit heute Nacht, kurz vor Mitternacht, haben wir Herbst. Und pünktlich zum Herbst tritt ein, worauf ich schon eine ganze Weile warte: Feiner Nieselregen. Grund genug, mal um die Ecke zu gehen, und ein paar Fotos zu machen. Weiterlesen nur mit ohne Arachnophobie!
20
2009
Gefährliche Kombination!
Die Temperatur kommt übrigens aus meinem Schlafzimmer! Max' Wetterstation sagt was von 30°C, der humindex entspricht dagegen im Moment exakt der Temperatur im Schlafzimmer!
02
2009
Nebenschauplätze
Ein interessantes Schauspiel kam mir zufällig am Freitag vor die Linse: Nebensonnen! Durch fotografische Beschränkungen wirken diese auf Bildern leider nur selten so fantastisch, wie im Original, denn da funkeln sie viel stärker, was auch die physikalische Begründung für Nebensonnen liefert. Bei Nebensonnen wir das Licht der Sonne im Halo der Erde, in einem Abstand von ~20° zur Sonne, durch Eiskristalle gebrochen. Dabei ist dies kein fotooptischer Effekt (lens-flare), der in dem Bild sichtbar nach rechts auswächst, sondern ein real sichtbares Phänomen. In obigem Bild wird das bereits gebrochene Licht in den Wolken erneut gebrochen, was der linken Nebensonne einen scheinbaren Schweif gibt.
Wenn man das Bild vergrößert, wirkt es deutlich besser, oder alternativ beide im Ausschnitt:
Leider drängte die Zeit, die Kartoffeln standen schon auf dem Tisch!
30
2009
Huch
Unverhofft kommt oft. So ganz aus dem nichts, zwei Donnergrollen, und schon war das Gewitter unfotogen über Minuten über dem Haus, um dann schnell wieder hinter der Häuserreihe östlich zu verschwinden. Das beste Motiv mit Westblick habe ich natürlich verpasst, als ich am aufbauen war. Dann das obige, und danach nur noch leuchtende Wolken! Na immerhin!
Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, dass sich trotz der notwendigen, recht langen Belichtung (8Sek) kaum Ghosteffekte an den Bäumen auftreten. Richtig, ein Gewitter ohne Wind, dafür 20 Minuten kräftigen Regen und laues Lüftchen. Ein schönes nächtliches Sommergewitter mit hauptsächlich Wolke-Wolke Blitzen! Eigentlich gehöre ich jetzt in ein Zelt ums Lagerfeuer, aber dafür bin ich dann doch schon zu alt - oder fühle mich wenigstens so!
Laut Analyse von blids.de und wetterzentrale.de könnte ich es in einer Stunde noch mal in nördlicher Richtung probieren, aber das ist lästig aus dem Badezimmerfenster. Na mal schauen! Jedenfalls ist auf dem aktuellen Satellitenbild von Meteosat eine schöne dicke Zelle über uns zu sehen.
26
2009
Morgenrot – Schlecht’ Wetter droht
Ab Mittag brodelt es dann im ganzen Land...
Derartige Türme durchziehen derzeit überall den Himmel, hier könnte sich eine schöne Zelle bilden. Ein paar Tropfen hat es auch gegeben, aber Blitz und Donner erst Richtung Gummersbach. Ich liege auf der Lauer!

















