20
2010
3ZKB im Stadtzentrum, helle Erdgeschoßwohnung für Heimwerker
So geht sie dahin, die alte Bäckerei Sonnenschein in Radevormwald. Und jetzt scheint die Sonne kräftig in den alten Verkaufsraum. Nur ein wenig Bergisches Holz leistet noch in traditioneller Fachwerk-Bauweise letzten Widerstand. Damit verschwindet ein vom Schmückstück zum Schandfleck gewordenes Stück Geschichte der Stadt.
17
2010
Stöpsel gezogen
Ich wüsste nur zu gerne, wo die Sachen alle hinschwimmen... Sehr interessante Konstruktion
Alf bei der Inspektion der Toilette
Bei Tetti wurde der Stöpsel der Wuppertalsperre ins Spiel gebracht. Wer ihn gezogen hat kann ich nicht beantworten, aber den Stöpsel zeigen kann ich schon. Und da die Wuppertalsperre empfindlich größer ist als eine Badewanne, hat sie natürlich gleich mehrere Stöpsel, wovon bei meiner Stippvisite einer offen war. Und wenn trotz eingesetztem Pisswetter in den letzten Tagen der Pegel weiter geringfügig sinkt, muss er ja gezogen sein. Hier entscheidet sich, wie viel Wasser die untere Wupper führt, lässt man mal nicht ganz unwichtige Zuflüsse wie den Morsbach, der bei Müngsten in die Wupper fließt, oder den Eschbach, der gleiches bei Unterburg macht, außen vor.
Früher war da, wo heute der Damm ist, ein Teil der ehemaligen Ortschaft Krebsoege nebst Bahnknotenpunkt. Jetzt hält der Dreck das Wasser auf und Turbinen erzeugen Strom. Früher sah es hier so aus:
Das Ende war zum Aufnahmezeitpunkt bereits beschlossene Sache. Vielleicht deshalb zog es meinen Vater an die Strecke, um sie nochmal umfangreich zu dokumentieren. Mit dem Bau der Wuppertalsperre wurde die Eisenbahn in Radevormwald Geschichte. Pläne zur alternativen Trassenführung gab es, jedoch wurden sie nicht umgesetzt. Bis heute verkehrt die Buslinie 626 als Schienenersatzverkehr im Auftrag der Bahn. Das folgende Bild zeigt die Ausfahrt des Zuges, der auf obigem Bild noch im Bahnhof stand, auf dem Weg nach Kräwinklerbrücke.
Heute ist dieser Bereich vom Wasser geflutet, und am Horizont erhebt sich die große Brücke. 2009 lag der Bereich durch ausbleibenden Niederschlag wieder derart frei, dass der links der Lok sich erhebende Berg, sowie die Trasse der Eisenbahn, bis zu diesem Punkt wieder begehbar war. Noch 2m, und auch dieses Jahr ist der Punkt wieder trockenen Fußes zu erreichen.
Am Fuß der neuen Wupperbrücke erkannt man deutlich den alten Berg, sowie die sich dadurch schlängelnde, alte Bahntrasse. Im unteren Teil des Bildes ist auch die alte Landstraße Lennep<->Krebsoege wieder zu sehen, die von dort in einer Kurve rechts nach Lennep abbiegt. Zu einem späteren Zeitpunkt war auch sie wieder bis zur Lenneper Vorsperre begehbar.
Neben der Landstraße befand sich bis Neuenteich parallel die Eisenbahntrasse, bevor sie dann am Hasenberg vorbei über den heutigen Barmag Komplex den Berg erklomm und unter der Straßenkreuzung Trecknase im Bahnhof Lennep mündete. Der Tunnel unter der Trecknase ist noch vorhanden. Mitte der 90er fand dort die letzte Fahrt der Barmageigenen Werkslok statt, die über die DB Strecke über Beyenburg zum damaligen Förderverein Wupperschiene e.V., heute dem Bergische Bahnen Förderverein Wupperschiene e.V., überführt wurde. Zahlreiche wilde Laubenpieper machen einen Zugang zum alten Tunnel jedoch heute unmöglich; das Gelände der alten Stichstrecke zum Barmag-Komplex, sowie das Bahndreieck zwischen Oberbergischer- und Remscheider-Strecke wurde wohl annektiert. Warum ist der Bahndamm nur immer so anziehend für komische Gestalten und wilde Laubenpieper?
Die Werkslok gehört mittlerweile aber auch längst nicht mehr dem Verein.
30
2010
Radevormwald Neuland – km 10.6 – km 10.7
Bewusst oder nicht; im Winter 1971/1972 begab sich mein Vater nach Radevormwald, Ortsteil Neuland. Im Vordergrund sehen wir den Bau des heutigen Klärwerks. Interessanter ist jedoch der Hintergrund. Hier zieht eine V100 ein paar Umbauwagen die Rampe nach Dahlerau hinauf. Dies war ein alltägliches Bild auf der Nebenbahnstrecke von Wuppertal ins Oberbergische. Mein Vater betätigte den Auslöser, als sich der Zug an der Stelle befand, an der sich am Abend des 27. Mai 1971 das dramatische Zugunglück ereignete. Heute ist die Sicht zugewachsen, und auch die Fotostelle nicht mehr erreichbar:
Zwar sind Zäune dazu da um Tiere einzupferchen, doch rechts von mir fing eine Videoüberwachungsanlage hektisch an zu blinken, als ich mich dem Gelände näherte. Man muss ja nicht alles provozieren. Also kein wirklich originalgetreues "Heute-Foto", sondern von leicht verändertem Standpunkt.
Und doch, begibt man sich auf die Spuren, findet man diese eindeutig. Das Gleisbett an der Stelle besteht noch immer aus den Stahlschwellen des Herstellers Thyssen aus dem Jahr 1937, die auch während des Unglücks dort lagen. Das Ereignis hat tiefe Spuren hinterlassen. Nicht nur im kleinen Städchen Radevormwald, dass 46 Menschen, wovon 41 Kinder waren, verlor; die Spuren findet man auch heute noch im alten Gleisbett, in den alten Stahlschwellen:
Wenn man diese Strecke entlanggeht, bekommt man ohnehin ein sehr beklemmendes Gefühl. Die Strecke schlängelt sich in engen Kurven zwischen Wupper und Wuppertalstraße in der Mitte hindurch. Teilweise ist die Sicht auf die Strecke keine 50m weit. Auf der einen Seite der Betonklotz Straße, auf der anderen ein mitunter tiefer Abhang zur Wupper. Gerade wenn man diese Strecke einmal abläuft bekommt man ein ganz bescheidenes Gefühl dafür, wie sich die Zugführer gefühlt haben müssen, als sie sich aus dem Nichts gegenseits wahrgenommen haben.
Ich finde dieses Stück Gleis ist sehr viel mahnender, als die nach dem Busunglück in Vogelsmühle errichtete Tafel. Baut das Gleis aus, und legt es am Marktplatz in den Boden. Zumindest käme es dann an den Punkt, wo das Zugunglück für viele Radevormwalder immer wieder mal steht: im Mittelpunkt. Oder baut wenigstens den Kilometerstein aus!
Nächstes Jahr jährt sich das Unglück zum vierzigsten mal. Ein Grund für einen längeren Artikel und der Suche nach Spuren heute.
30
2010
Rader Bettkantengeschichten
Ich bin schon unzählig oft an diesem Motiv vorbei gelaufen. Immer dachte ich mir, ich müsse doch mal ein Foto davon machen. Die Gelegenheit war günstig. Vielleicht hätte ich mich noch etwas weiter rechts positionieren sollen. Das passt zum einen ganz gut zu Teilen der Lohengrinstraße, aber das ist eine andere Maus, und zum anderen käme die Kirche noch besser zur Geltung - die übrigens um 0:08Uhr zwanzig nach eins anzeigt. Eigentlich wollte ich aber etwas ganz anderes...
14
2010
Bahnhof Radevormwald-Bergerhof
Was läge bei all den nun schon digitalisierten Dias näher, als sich mal auf die Spuren meines Vaters zu begeben? Ich wollte sowieso längst einen Artikel mit Fotos verbliebener Fragmente der alten Bahnstrecke veröffentlichen. Nun habe ich direkt auch das Beweismaterial! Wir sehen eine typische Nebenbahnszene. Eine V100 mit drei Umbauwagen. Die V100 beherrschte die Schienen des Bergischen Lands nach dem Dampflokzeitalter. Dem schmucken Weinrot bzw. Altrot der Lok nach zu urteilen, müsste das Bild irgendwann in den 70er Jahren entstanden sein. Doch dafür muss man gerade auch aufgrund der Qualität des Dias kein Fachmann sein, existierte die Strecke doch in den 80ern bereits nicht mehr. Ein Bild der Endzeitstimmung der Strecke. Heute heißt der Fuß- und Radweg runter zu Kräwinkel schlicht "Bahntrasse". Warum zeigt das Foto. Der Bahnhof Radevormwald-Bergerhof zeigt aktuell so:
Das Bahnhofsgebäude existiert noch; darin befindet sich nun das Resaurant mit dem ausgefallenen Namen "Alter Bahnhof". Und die Lok, die scheint es auch noch zu geben!
26
2010
Ein Grabstein für Radevormwald
Oh welch' komödiante Tragik scheint Dir inne zu wohnen. Auf die Idee muss man erstmal kommen, zu seinem eigenen, 80ten Geburtstag, der Gemeinde einen Grabstein zu schenken. Und doch ist es, streicht man das "Grab" aus dem Namen, eine überaus positive Geste. Ortseingang triffts auch auch nicht wirklich, hat man doch Herbeck bereits hinter sich gelassen, wenn man auf diesen Stein trifft. Nur scheint auch mir die Position am Kreisverkehr Bergerhof deutlich angenehmer, als am tatsächlichen Ortseingang - der Kreuzung Richtung Honsberg oder Dahlhausen. Jetzt fehlt nur eine entsprechende, dezente Beleuchtung. Das Kraut hinter dem Stein ist ja ebenfalls illuminiert; wichtiges Kraut!
Hallo NiKi
Nett daß du vorbei geschaut hast, schön dich zu sehen.
Ich hoffe die Unordnung ist für Dich kein Problem?
Sieh Dich gerne um und mach es Dir erst mal bequem,
ich hoffe die Atmosphäre ist Dir trotzdem angenehm?Ich kann Dir leider nicht viel anbieten,
und ich weiß auch nicht ob das was ich da hab nach Deinem Geschmack ist.
Du kannst von allem ein bißchen probieren,
und falls es nicht reicht können wir noch irgendwo was organisieren.
Ja Du hast recht, ich müßte echt mal wieder aufräumen,
doch ich kann mich halt von vielen Sachen einfach nicht trennen.
Wie soll man es nennen? Eigentlich bin ich mehr Jäger als Sammler,
doch das Jagen ist nicht mehr das was es war.
Klar, fühl' Dich wie Zuhaus, doch es gibt einige Räume hier
die Du vielleicht besser nicht betrittst!
Entweder sind sie leer, oder randvoll,
und die Lage hat sich zugespitzt, dass dort kein Platz mehr ist.
Mein Haus ist so groß, manche Zimmer kenne ich selbst noch nicht,
und ich hab halt keinen Bock drauf mich zu verlaufen.
Ich könnte mehr leben reinbringen? Du findest es zu trist?
Egal ob das wahr ist schön daß du da bist!Ich komme einfach nicht drüber weg, dass Du den Weg zu mir gefunden hast,
und wirklich alle Schranken überwunden hast.
Ich habe hier selten Besuch und bin trotzdem nie mit mir allein.
Auch wenn es kein Gefängnis ist, ich kann mich einfach nicht befreien.
Manchmal ist es hier so heiß, dass ich es kaum aushalt',
und draußen bitter kalt,
dann ist es besser wenn ich alles ausschalt',
damit es wieder abkühlt, bevor es knallt,
bis auch der letzte Schrei verhallt.Ich wollte nie erwachsen werden doch ich glaube ich werde langsam alt.
Es ist schon komisch: Als Kind kam mir das Haus längst nicht so groß vor;
Jeden Tag ein offenes Tor und es gab für viel für mich zu entdecken.
Vielleicht kennst du es ja, ich war zwar noch nie bei Dir,
doch ich stelle mir vor es ist ähnlich wie hier.
Ich hoffe du kommst wieder, und guckst bei mir rein,
und daß es für dich interessant war - in meinem Kopf zu sein.Such a Surge - Bei mir
24
2010
Wiebachtal Radevormwald
Die ersten Bilder und Videos meiner neuen D300s nach vierstündigem Streifzug gestern durchs Wiebachtal. Das erste Lehrgeld wurde schon bezahlt:
- 300mm ist zu viel und zu schwer für das Stativ wenn man ruhige Aufnahmen haben möchte
- Immer den Weißabgleich und die Belichtung im Auge behalten
- Bei Schwenks nicht nur den Statifkopf austarieren, sondern gleichermaßen das Stativ (ach dafür ist die zusätzliche Wasserwaage...)
- VR, Life-View und Video zieht Strom - viel Strom!
Aber für das erste Mal doch noch ganz nett! Warum youtube das jetzt in 4:3 gepresst hat..?
19
2010
Pssst – Zahlen, aber nicht sagen wofür!
Die Hand sie zögert und greift doch rein, nur beim ersten mal konnte der Stolz kaum verzeihen. Du tust manche Dinge wenn Dich Größenwahn überkommt, und dann tust Du es immer wieder, weil auch Dein Wahn wiederkommt.
17
2010
Luftbildaufnahmen Radevormwald / Remscheid
Huu. So viel los in den letzten Tagen, räumen wir es von hinten nach vorne auf. Jetzt weiß ich nämlich auch endlich, warum ich bei Luftbildaufnahmen unbedingt Objektive mit angeschaltetem VR nutzen sollte. Dem ungeachtet sind ein paar schöne Aufnahmen des gestrigen Ausflugs in die Luft entstanden, allesamt mit meinem Un-VR Objektiv 28-75mm Tamron - keine Zeit für einen Objektivwechsel. Besonders beeindruckend war neben dem doch stark zerklüfteten Lands im Bereich Dahlerau / Dahlhausen sowie den Talsperren im Umland ganz besonders die Lenneper Altstadt!
26
2010
Strom anbauen
Schön sind die ja nicht anzuschauen
Aber sind Straßenzüge wirklich schön anzuschauen? Scheunen? Flugzeuge? Oder ein KKW/AKW? Wenn es darum geht Windkraftanlagen zu boykottieren, wird der Deutsche einfallsreich. Erst am Wochende hat Tetti ja ein Bild einer Anti-Windkraft-Kampagne veröffentlicht. Zu laut, Schattenwurf, passt nicht in die Umgebung, Gefahr für Vögel und anderes Getier. Hier kommt die Auflösung meines vorherigen Artikels.
07
2010
Lebensverlängernde Maßnahme
Entgegen einer lebenserhaltenden Maßnahme ist die lebensverlängernde Maßnahme nur eine Verlangsamung des Sterbeprozesses. Man quält sich halt noch ein wenig weiter. Im Einzelhandel ist dies seit geraumer Zeit zu bemerken. Wer sich zuerst bewegt, verliert! Puste ausgegangen?
26
2010
Wenn nur Wunder helfen
Sie riecht schon ein wenig merkwürdig, die Schulschließung Blumenstraße. Hier schafft ein Wunderbaum wie wir wissen Abhilfe. Vielleicht ein Original Wiebachtaler? Endlich "frische Luft". Hoffentlich entpuppt sich das ganze nicht als wunder Baum. Welche politische Kultur wird von einem Bürgermeister eigentlich vermittelt, der berechtigte Sachfragen nicht beantworten will - mit der Aussage, dass das Rathaus dann die Arbeit hätte, für die es da ist? Frische tät gut, doch wir haben letztes Jahr versäumt zu lüften. Also überdecken wir den Gestank mit einem anderen...
Welche tatsächlichen Interessen hier insbesondere aufgrund der scheinbaren Dringlichkeit im Vordergrund stehen, wird die Zeit zeigen. Vielleicht auch nicht. Im Moment noch arbeiten alle nach bestem Wissen und Gewissen...
03
2010
Nach dem Aufstand kamen die Drogen
Und nach dem Schnee kommt das Tauwetter. Daran werde ich mich nie gewöhnen, irgendwie habe ich dann immer schlechte Laune. Bis April, so durfte man gestern vom Bauern, und der weiß es am besten, vernehmen, werden wir noch das weiße Zeug sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und dann bitte direkt in die Grillsaison!
24
2009
Frohe Weihnachten
Allen, die wie auch immer geartet und aus welchen wie auch immer genährten Gründen Weihnachten feiern: Ein frohes und ruhiges Fest!
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.
Albert Schweitzer






















