09
2010
Wupperverband Bengel
Tetti frug, und ich antworte gerne. Vor Urzeiten habe ich ja bereits ein Flutwellen-Schild veröffentlicht, nur mit anderem Bengel, der auch irgendwie passender ist. Tettis und mein Bengel passt doch viel besser zu einem Rückhaltebecken, als zu einer Flutwelle?!
-STOP-
Noch was lustiges am Rande: Die Tage war ich schon verwundert, als ich dieses Foto bei Herr Olsen erblickte, habe ich doch ein Tag zuvor ein ganz ähnliches geschossen.
Ich war erstaunt wie schnell und wie hoch es an Wuppertalsperre wieder grünt, wenn der Pegel das Land freigibt; von der Farbintensität mal ganz abgesehen.
Hammer Krass!
Hammer Krass! Und ihr habt früher echt Häuser für Telefone gebaut? Klar, wir haben auch Häuser für Autos gebaut! Autos? Ja, das war damals das Fortbewegungsmittel! Materialwert um die 90€, mit der späteren Computertechnik vielleicht so 150-250€. Und um den Haufen neben den Entwicklungskosten künstlich im Wert zu steigern, haben wir allerlei mehr oder weniger empfindliche Lacke aufgebracht. Dafür die Garage; so hießen die Häuser für Autos damals. Aber so ein Blödsinn kauft doch keiner? Na was glaubst Du denn? Ganze Industrien bauten darauf auf. Politur gab es in allen erdenklichen Arten. Politur? Ja, dass war so ein Zeug, womit man den Lack auf dem Auto wieder auf Fordermann bringt; man stellt sich ja nicht jeden Schmutz ins Haus. Aber Autos waren doch für draußen gemacht? Eure Schmutzphobie von damals kann man wohl nur im Kontext der Zeit verstehen. Ja, so war das. Hinterher haben wir dann die Blechteile gegen Plastik getauscht. Damit wurde die Produktion billiger, und die Autos teurer. Und wieso fahren wir heute nicht mehr Auto? Na wir haben alles auf Öl aufgebaut. Wir haben es verfeuert, und in jeder erdenklichen Form so umgewandelt, dass daraus nicht natürlich vorhandene Stoffe werden. Plastik. Im Handel mit dem Öl lag das größte Kapital. Irgendwann haben wir dann gemerkt, dass das Öl knapp wird, und um die Kohle war es auch nicht so gut bestellt. Also haben wir angefangen wie blöd Elektromobilität zu fördern. Die größten Luftverpester machten auf Umwelt. Strom galt als saubere Energie. Nachdem wir das Speicherproblem für Strom irgendwann gelöst haben wurden Unsummen investiert und ohne Ende Autos gekauft. Blöderweise nur haben wir mit dem Argument, dass sich eine anstänige Industrie von sich heraus halten muss, die Subventionen für regenerative Energien gekürzt, wohl wissend, dass konventionelle Energiegewinnung seit jeher noch viel höher subventioniert wird. Nur hat da niemand einen Gedanken dran verloren. Ja, und plötzlich standen wir da mit den ganzen Elektroautos und merkten, dass der Strom aus der Steckdose ja auch irgendwie produziert werden muss. Die großen Energieversorger konnten ihre Marktmacht nochmal unendlich ausbauen. Sie hatten Jahre zuvor schon gemacht was sie wollten, und binnen weniger Jahre die Lebenshaltungskosten ohne tatsächliche Notwendigkeit nahezu verdoppelt. Zeitweise zahlte man für Strom und Gas so viel, wie für die Miete. Aber wir waren aller guter Dinge, dass unsere gewählten Politiker mit ausreichend Dududu dem Treiben ein Ende bereitet. Das hat uns damals niemand gesagt, und geahnt hat es schon gar keiner, dass wir mit der Elektromobilität den Preistreibern der Lebenshaltungskosten auch noch in die Karten spielten. Und durch den Zusammenbruch der Subventionsleistungen fielen eben auch viele Solardächer weg, und der Traum der Unabhängigkeit wurde zunichte gemacht, weil versteckt die großen Anbieter nach wie vor mit Milliarden subventioniert wurden. Wir haben unsere Energie gleich zweimal bezahlt. Einmal den zu hohen Preis, und die Subventionen. Zu der Zeit sprach man immer von Liberalisierung, keine hatte das Ende kommen sehen. Jedenfalls wurde das Auto zum Luxus. Bei diesem urbanen Leben heute braucht aber auch niemand mehr ein Auto. Früher waren die Städte ja voneinander getrennt. Dazwischen waren Wiesen, Bäume und Seen. Und warum habt ihr nicht eher die Forschung an der Kernfusion vorangetrieben. Jaja, nachher ist man immer schlauer!
Ihr wart schon komisch drauf damals!
02
2010
Jesus Christus – sieht angeschlagen noch besser aus!
Manche Bilder bedürfen eigentlich keiner großen Worte. Die ganze Stadt ist mal wieder zugeschmiert mit dieser Propaganda. Für Gott wird geworben, wie sonst nur für Coca Cola. Mich würde interessieren wie es ist, wenn plötzlich in derart großen Lettern mal für Allah geworben wird. Ach nee, Jungfrauen war quatsch, Dreifaltigkeit Wahrheit. Jetzt habe ich es wieder. Dann brauchen wir ja auch keine muslimischen Plakate.
Da will ich nur hoffen, dass den Schäflein, die schon an einem verregneten Sonntag nichts mit sich anzufangen wissen, dann auch ein anständiges Rahmenprogramm geboten wird. Ewigkeit kann gegen Ende ganz schön lang werden! Also ich empfinde das eher als Drohung.
24
2010
Komm spiel noch mal Wolfgang!
Das Musikgeschäft ist eine grausame und hirnlose Geldkloake. Ein langer Korridor aus Plastik, in dem Diebe und Zuhälter tun und lassen was sie wollen, und gute Menschen vor die Hunde gehen.
Hunter S. Thompson
Früher kam Kunst von Können. Das musste nicht jedem gefallen, aber es war immer authentisch. Erfolgreiche Komponisten durften ihre Werke wieder und wieder vortragen. Dabei bekam der Musiker genau so oft eine Entlohnung, wie er seine Arbeit vorgetragen hat. Dem Vernehmen nach scheinen die Künstler dieser Zeit auch nicht zwingend am vollgesabberten Hungertuch genagt zu haben. Und dies ganz ohne Phonowirtschaft, Rillen im Vinyl oder Bits im Plastik. So einfach aus der Qualität heraus, Jahrhunderte überdauert. Festgehalten auf Papier. Unvorstellbar heute.
Lässt man das Spielkasino samt Finanzmärkte außen vor, sind die von eigener Hände Arbeit reichsten Personen die, die mit imateriellen Gütern Geld verdienen. Bill Gates mit Microsoft ist und bleibt hier wohl das markanteste Beispiel. In Zeiten von bis zur Bedeutungslosigkeit ausgeschlachteten Castinshow-Formaten steht eine ganze Generation Spalier, um eine CD vollzusingen, und so die schnelle Mark zu machen. Das berühmt nicht gleich auch reich bedeutet, hat sich noch nicht in jedem Winkel rumgesprochen.
26
2010
Ein Grabstein für Radevormwald
Oh welch' komödiante Tragik scheint Dir inne zu wohnen. Auf die Idee muss man erstmal kommen, zu seinem eigenen, 80ten Geburtstag, der Gemeinde einen Grabstein zu schenken. Und doch ist es, streicht man das "Grab" aus dem Namen, eine überaus positive Geste. Ortseingang triffts auch auch nicht wirklich, hat man doch Herbeck bereits hinter sich gelassen, wenn man auf diesen Stein trifft. Nur scheint auch mir die Position am Kreisverkehr Bergerhof deutlich angenehmer, als am tatsächlichen Ortseingang - der Kreuzung Richtung Honsberg oder Dahlhausen. Jetzt fehlt nur eine entsprechende, dezente Beleuchtung. Das Kraut hinter dem Stein ist ja ebenfalls illuminiert; wichtiges Kraut!
22
2010
Lichtzeichenanlage beachten!
Du hast die Wahl! Jedes Jahr das gleiche mit den Ampeln auf der Neuenkamper in Remscheid. Isse nun schon wieder grün, doch noch rot, was denn nu? Ja, sie war da noch rot, aber das Bild schmeichelt auch der Wirklichkeit.
Ganz nebenbei so ziemlich das erste Bild mit der neuen Kamera. Durch die Frontscheibe. Oh ja, und eins der ersten mit dem neuen Tele Objektiv. Durch die Frontscheibe. Jetzt muss ich erstmal das ~400 Seiten Handbuch lesen. Ohne Frontscheibe.
06
2010
Lass mich jetzt ein Level weiter!
Draussen hört man die Gemeinde den Schnee vom Asphalt kratzen, doch Nadine hat im Wohnzimmer den Frühling eingeläutet. Ganz nebenbei dürfte dies das erste Offenblende-Foto sein, was ich hier veröffentliche. Jetzt kann der Frühling ja kommen. Und dann verrate ich dem Tetti auch, dass es nicht nur das Nikon 50/1.4 als Vollformat gibt, sondern auch das 35/1.8 speziell für das DX Format.
Ich will jetzt Gänseblümchen und Schneeglöckchen! Und vor allem: Licht!
27
2010
Euer Lohn im Himmel wird groß sein
Dass ist so alt das Kochbuch, die Sachen können gar nicht mehr schmecken. Zweifelsohne mag man diverse Lehren aus dem Buch ziehen dürfen. Die Frage bleibt, ob man es will. Aus Nostradamus oder Herr der Ringe kann man ebenso ethischen Nutzen ziehen, wenn man denn möchte. Denn Tolkien hat, ebenso wie die Propheten der Bibel, auch nur mit Wasser gekocht und im Rahmen seiner Umwelt und seines Einflusses geschrieben.
24
2009
Mondstein wieder aufgetaucht
Normalerweise liegt er meterweit unter Wasser, aber dank anhaltendem und in den letzten Tagen noch verschärftem Niedrigwasser der Wuppersperre ist die Spitze einer Sage des Wiebachtals, der Grenze von Radevormwald und Hückeswagen, in den letzten Tagen nun wieder aufgetaucht. "Geborgen aus den Wupperlauf" steht auf dem Schild vor dem Mondstein im Froweinpark, der unter erheblicher Kraftanstrengung beim Bau der Wuppertalsperre dorthin gerettet wurde. Jetzt hat man die seltene Gelegenheit einen der weiteren Mondsteine die zu schwer für einen Transport waren, in natürlicher Umgebung zu sehen. Das an dem Punkt nach dem Bau der Wuppertalsperre nur wenig strömungsintensive Wasser hat im Laufe der Zeit aber wohl mit Ablagerungsschichten erhebliche Teile des alten Wupperbetts, und so auch die Mondsteine, teilweise vergraben.
19
2009
Die Wanne ist voll…
... die Wanne ist voll Uh - Uh - Uh! Na? Zeit mitgebracht? Die Wanne ist nämlich garnicht voll. Im Gegenteil hat die Wuppersperre Niedrigwasser wie selten zuvor! Es fehlt nur noch ein Meter, und die Sperre hat so wenig Wasser wie im bisherigen Jahrtausendsommer 2003. Und ebenso wie 2003 haben wir dieses Jahr auch einen schleichenden Abstieg, der bereits seit Ende April den Pegel kontinuierlich fallen lässt. In den Wasserstands- und Pegeldaten des Wupperverbands lässt sich das schön nachschauen. Da nur Internet aber auch doof ist, habe ich mich gestern aufgemacht, und auf der Suche nach der Vergangenheit in dem gewühlt, was der geringe Pegel wieder freigegeben hat.
09
2009
Betrüger ‘om Dorf?
Dass das, was man so in der Glotze sieht, nicht zwigend weit weg von einem sein muss - davon konnte ich mich gestern überzeugen. Gewundert hatte ich mich bereits am Eingang, weil das Kartenschloß von einer Metallplatte bedekt, und somit außer Betrieb war. Am Automat selber konnte man dann ziemlich deutlich Klebereste links und rechts des Tastenfelds sehen. Letzte Woche sah der Automat noch ganz anders aus - und hatte auch weniger Warnhinweise.
Da ich in den örtlichen Presseberichtsmultiplikatoren rga und BM nichts nachlesen konnte, wird es sich hier aber wohl um eine gut gemeinte Vorsichtsmaßnahme handeln. Ob das Vertrauen erweckt?
18
2009
Dahlerwood an der Wupper
Der Künstler fragt nicht was ihn treibt,
nur was von ihm übrigbleibt!
Darum kratzt er seinen Namen,
in anderer Menschen Psyche.
Darum kratzt er seinen Namen
in das Gesicht der Landschaft,
und nennt es Erziehung
Strukturierung, Kultivierung
Hollywood an der Wupper! Unbekannte haben in einer Nacht- und Nebelaktion eine von Kyrill geschlagene Schneise mit großen Lettern ihres Wohnorts verschönert.
17
2009
Schnüffler über Radevormwald
CH4 Airbone Remote Monitor - so die Langform von CHARM®. CH4 ist Methan. Das von DRL und ADLARES im Auftrag von e.on Ruhrgas entwickelte Lasermesssystem misst derzeit fleissig über Radevormwald. Letzte Woche mehrfach, heute erneut.
16
2009
So schmeckt der Sommer!
Egal, was Langnese sagt! Ins Glas wurde natürlich nicht nur Waldmeister gekippt, sondern noch 2x Zitrone hinterher!
04
2009
Besucheransturm zur Life-Ness Eröffnung
Ich konnte kaum den Eingang finden vor lauter Personen die sich zur medienübergreifend groß angekündigten und nun endlich stattfindenden Eröffnung alle gleichzeitig in das Life-Ness drängten, um dann in scheinbar unklimatisierten Fitnessräumen bei wohligen 24-28°C Raumtemperatur zu bestaunen, wie sich ein paar Auserwählte den letzten Saft aus der Haut pressen.















