Wenn Fußball Politik wäre…

Strafraumgeplänkel
Strafraumgeplänkel
  • … würde eine deutlich unterlegene Mannschaft dem Gewinner vorwerfen, die eine oder andere Chance ausgelassen zu haben.
  • … würde der Gewinner fortan den Verlierer mit Genuss die eigene Schwäche vorhalten.
  • … hätte ein Unentschieden von Erzgebirge Aue einen höheren Stellenwert, als die eigene Niederlage.
  • … würde ein Trainer auf dem Abstiegsplatz am 32 Spieltag den Verein mit der Begründung verlassen, dass Fußball ein Teil von seinem Leben ist, aber Fußball nicht sein Leben.
  • … würden Spiele am grünen Tisch entschieden und in Scheinspielen im Stadion theatralisch nachgestellt.
  • … wäre das Ego des Trainers wichtiger als die erfolgreiche Arbeit auf dem Platz.
  • … würde man sich Partnervereine nach Spielstärke aussuchen und nach Belieben austauschen.
  • … schreit der Gegner bei einem Eigentor nach personellen Konsequenzen, vermutlich aus ungewollter Bevorteilung.
  • … würden am Tag der Meisterschaft Analysten losgeschickt, die aufgrund der aktuellen Ergebnisse den nächsten Meister „errechnen“.
  • … wäre Schalke schon x-mal Meister geworden.

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Der Ball ist 90 Minuten und das Spiel dauert rund!

… und wennste die Kirsche vorne nicht einnetzt, bekommste se hinten rein.

Signal Iduna Park: Dortmund - Stuttgart
Signal Iduna Park: Dortmund - Stuttgart

Und die umfassende Antwort auf die Frage der Saison, wer den BVB stoppen kann, durfte ich gestern ausgerechnet live miterleben: Er sich selbst.

Anpfiff Zweite Halbzeit: Borussia Dortmund - VFB Stuttgart, 1:0
Anpfiff Zweite Halbzeit: Borussia Dortmund - VFB Stuttgart, 1:0

1:1 nach 90 Minuten und die alte Erkenntnis, dass man Chancen in Tore verwandeln sollte, um zu gewinnen. Immerhin habe ich ein paar nette Bilder vom Stadion gemacht.

Ein anhaltender feuchter Männertraum

BVB Trikot Meister-Saison 94/95
BVB Trikot Meister-Saison 94/95

Es gab schlimmere Tage für mich, als derzeit den Pressespiegel zur Fußball Bundesliga zu lesen. Wenn man bei Unreal Tournament 15 kills hintereinander hinlegt, ohne selbst getötet zu werden, attestiert einem eine selbstbewusste Stimme „Dominanz“. Aus ganz unerfindlichen Gründen, zumal ich Unreal seit Jahren nicht mehr gespielt habe, habe ich diesen Mann und seinen Tonfall ständig im Kopf. Es mag daher kommen, dass Dortmund einsam und alleine die Liga anführt. Es mag daran liegen, dass ein Saisonrekord nach dem anderen einfahren wurde, und unabhängig des Endresultats es eine tierische Freude bereitet hat, zuzuschauen. „Noch nichts erreicht“ stimmt ja auch nicht ganz. Es mag daran liegen, dass ab und an der Eindruck entsteht, Dortmund besiegt den Großteil seiner Gegner nach Belieben. Es mag daran liegen, dass Leverkusen in einem ähnlich hohen Tempo, wie es bei Unreal allgegenwärtig ist, überrannt wurde – immerhin der prognostizierte Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft. Es mag daran liegen, dass Gott und die Welt Dortmund über die Winterpause in die Kriese reden wollte, und sie alle selbst verloren haben. Sicher bin ich mir nicht. Schön, dass ich nächste Woche Samstag schon was vor habe!

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