12
2011
Kirche wohin man blickt
Ich dachte ja, es wäre mein Exklusiv-Thema mit dem ich nerve. Und ich hatte mir fest vorgenommen, es dieses Jahr im Blog zurück zu fahren. Jedoch muss ich feststellen, dass das Thema mit allerlei Meldungen täglich aus Funk und Fernsehen immer wieder zu mir rüber schwappt, auch ohne dass ich mich selbst darum kümmere. So exklusiv habe ich das Thema nicht, vom Käseblatt bis zur Interlektülle – wir feiern eine Rückkehr des Mittelalters. Christen sprechen davon den »Kampf zu gewinnen«. (weiterlesen…)
06
2011
Wollt ihr den totalen Krieg?
Jedem seine Religion. Das ist so traurig.
Man muss sich wohl schlicht damit abfinden, dass der Mensch nicht nur eine höchst schicksalhafte Existenz zu meistern hat, sondern dass er dies auch nur aus einem höchst begrenztem Horizont heraus beschreitet. Jeder für sich.
Ich kann und will es noch nicht fassen
wie schwer das ist ein Mensch zu sein
Und wer sich bei obigem Video erschrocken hat, weiß wie ich mich fühle, wenn Menschen auf die Knie fallen und Glaubensbekenntnisse in der Kirche runterrattern, dessen Inhalt sie nicht rational begründen können, und die Überheblichkeit besitzen, dies auch nicht zu müssen.
Ein dummer Befehl im Gleichschritt-Marsch
So nützlich wie die Pest am Arsch
Nur einzelne Worte in meinem Kopf
Ich denk’ daran – Vergeß es nicht!
24
2010
16:00Uhr, Glockengeläut
Voller Stolz, der Imperator hält, in seinen Händen, die ganze Welt.
Und voller Stolz, der Imperator steht, und an der Front, sein Banner weht.
An den Oasen bleibt man stehen, hier ist es ruhig, hier ist es schön.
Und immer weiter führt der Weg, bis die nächste Fahne steht.
Von den Bergen bis weit ans Meer, reiche Beute, das Geld wiegt schwer.
Doch langsam stiehlt sich durch die Nacht, leiser Abschied von aller Pracht.
Mit seinen Cesaren auf ihrem Thron, versinkt zum Abschied schönes Rom.
All sein Glanz und all sein Ruhm, gebaut auf Sklaven, Gewalt und nun…Durch die Wüste kannst Du sehen, wie die Karawanen ziehen.
Durch die Wüste kannst Du sehen: Imperien kommen, Imperien gehen!Abwärts – Rom
Frohe Weihnacht ihr Heiden!
10
2010
Kirche im Dorf – meine Kinder entscheiden selbst!
Mit dem Verhältnis vom Christen zur Bibel verhält es sich wie mit dem Lizenzvertrag von Mircosoft Office zum Anwender. Es wird, ohne es je gelesen zu haben, akzeptiert! Weder würde ein klar denkender Mensch die Software weiter einsetzen, wenn er wüsste, was in dem Lizenzvertrag steht, noch würde ein klar denkender Mensch den Lehren des Christentums aus der Bibel zustimmen, wenn er sie kennen würde. Deshalb ist es auch sinnlos argumentativ irgendwas zu begründen, weil sich auch nicht rational dafür entschieden wurde.
Der freie Wille bleibt am Ende ein Märchen eben jener Ideologie, die sich das zu nutzen macht. Mein Nein ist hierbei nur das Ja für das Nichts des Ganzen.
Wer schon in seiner Kindhet die Absurditäten der religiösen Lehren geschluckt habe, über dessen spätere Denkschwäche braucht man sich nicht arg wundern.
Sigmund Freud
21
2010
Humanisierung der Sexualität
In Notfallsituationen, für die katholische Kirche sind das z.B. “homosexuelle Prostituierte” und weitere “anders gelebte Sexualität” (Essens Dorfnarr spricht gerne von “unnormal), darf jetzt bei Gefahr doch die Scheibe die eingeschlagen werden – “für begründete Fälle”. Bittgebetvorlagen werden derzeit noch ausgearbeitet, morgen ruht der Herr noch. Montag gehts weiter. Aber bitte lieber frommer Katholik: Das ist kein Freibrief! Ganz ohne Not ein Kondom zu benutzen, sollte Dir auch weiterhin das schlechte Gewissen der Sünde vererben und die Schamesröte ins Gesicht treiben. Wir haben hier schließlich nicht Umsonst über Jahrhunderte mit dem Schwert die Liebe Gottes in einer Blutspur in Europa manifestiert. Nur wenn es wirklich brennt darf die Scheibe klirren. Ihr wollt doch nicht aufbegehren? Das Kondom ist und bleibt “nicht eine wirkliche und moralische Lösung“. Nicht, dass wir noch anfangen Sexualität zu banalisieren. Wie gesagt, mühsam haben die echten Christen, also die Hardcore Fanboys, einen so schönen Popanz aufgebaut.
“Humanisierung der Sexualität” brauche es trotzdem, sagt der Verein, der mit grotesker Sexualmoral seit Jahrhunderten für die gewönlichste Sache der Welt versucht, dem frommen Schaf ein schlechtes Gewissen einzureden. Nicht alles ist gestattet und nicht alles kann man tun, was man will. Ja, und nicht alles, was die Kirche vorgibt, ist sinnvoll, richtig oder wichtig. Wenn die Kirche tatsächlich humanisieren würde, wären wir einen Riesenschritt weiter.
Die Tagesschau berichtet darüber, so nach dem Wort zum Sonntag, in dem Gott erneut als Alleinherrscher der Ameisen von Personen mit Glaskugel (Vertreter dessen genannt) ausgemacht wurde (ja, das ziehe ich mir tatsächlich rein!), als wäre die Borniertheit aus dem Vatikan Gesetz. Aber die Tagesschau schafft es ja auch, der Auferstehung Christi eine realgeschichtliche Note zu geben.
Und was machen jetzt all die, die jahrzehntelang für sich stringent erklären konnten, warum das strikte Präservativ-Verbot so sinnvoll ist, jetzt wo der Kaiser seinem Paladin ausrichten ließ, dass es hier und da doch vielleicht sinnvoll wäre?
Erneut, wie vielfach in der Woche, stelle ich mir verdutzt die Frage: Ist das Leben nicht eine Wucht! Die Kirche ist Realsatire vom Feinsten. Besser kann man das gar nicht schreiben. Würden nicht nur so viele das noch immer für bare Münze nehmen. Es ist schon ganz schön beängstigend, dass so eine Meldung als “Revolution” dargeboten wird. Dann könnten wir auf Priesterinnen oder Päpstinnen wohl noch ein paar Jahrhunderte warten. Aber vielleicht hat sich das dann eh erledigt.
05
2010
Es ist der Protest der Vernunft, nicht des Affekts!
Für den, der ein wenig Zeit mitbringt und am Thema interessiert ist, für den habe ich ein weiteres Kapitel Fernsehersatzfernsehen. Eine wirklich höchst spannende Gegenüberstellung von Argumenten in Form eines fiktiven Streitgesprächs zu Deschners Kriminalgeschichte des Christentums im weitesten Sinne. Im Fernsehen ist die Dokumentation von Ricarda Hinz nicht gelaufen, der theologisch besetze Rundfunkrat hat es abgelehnt. Daran hat man sich inzwischen schon gewöhnt.
Wer Deschner nicht kennt, schaut am besten bei Wikipedia nach.
Je größer der Dachschaden, desto schöner der Aufblick zum Himmel!
Deschner
21
2010
Karikaturenstreit

Wizo - Schwein am Kreuz
Alles, was einmal losgelassen, fängt man nicht wieder ein. Das gilt für (gottgegebene?) Viren, für Atombomben, und das gilt natürlich für Karikaturen. Und gerade im Internet, welches ja “nichts vergisst”, vergisst man es nicht.
14
2010
Christliche Prägung Pt.II
Die Liebe lebt! Wenn Anspruch und Wirklichkeit in Disharmonie enden. Wir sind frei, gleichberechtigt, weltoffen, tolerant – uns gegenüber. Wer sich selbst am nächsten ist, für den ist Nächstenliebe kein schwieriger Ansatz zur Weltverbesserung.
02
2010
Jesus Christus – sieht angeschlagen noch besser aus!
Manche Bilder bedürfen eigentlich keiner großen Worte. Die ganze Stadt ist mal wieder zugeschmiert mit dieser Propaganda. Für Gott wird geworben, wie sonst nur für Coca Cola. Mich würde interessieren wie es ist, wenn plötzlich in derart großen Lettern mal für Allah geworben wird. Ach nee, Jungfrauen war quatsch, Dreifaltigkeit Wahrheit. Jetzt habe ich es wieder. Dann brauchen wir ja auch keine muslimischen Plakate.
Da will ich nur hoffen, dass den Schäflein, die schon an einem verregneten Sonntag nichts mit sich anzufangen wissen, dann auch ein anständiges Rahmenprogramm geboten wird. Ewigkeit kann gegen Ende ganz schön lang werden! Also ich empfinde das eher als Drohung.
10
2010
Das atheistische Nazi-Regime
Das Recht auf Denken hat die Natur jedem gestattet. Längst nicht jeder nimmt es wahr. Wir tragen schon einen ziemlichen Berg Mist jeden Tag nutzlos mit uns rum, gerade wenn es spirituell wird, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, warum. Nicht, dass man noch etwas verpasst auf der Gunst nach größtmöglicher Absurdität wie “ein Stück Tuch um den Kopf ist Ausdruck …” oder “wer auch in der zweiten Ehe Sex haben will kann ja evangelisch werden”.
In der erneut aufflammenden Diskussion über religiöse Symbole an Deutschen Schulen war es Armin Laschet, seines Zeichens christlich demokratischer NRW Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, der in der Beantwortung eines zwischenzeitig veröffentlichten Briefs einmal mehr eine Mär zur Rechtfertigung ersuchte. Wenn alle dasselbe Sagen, wird der Mythos zur Geschichte, und Geschichte zur Wahrheit. Am besten fangen wir ganz früh an! Und wer wäre für einen Ministerposten Integration und Frauen besser geeignet, als ein neutrales, säkulares, katholizistisches Sprachrohr?
What’s in your head zombie?
03
2010
Evolution oder Schöpfung
Wie in einem vorangegangen Artikel genannt, sind heute bereits 40% der Amerikaner, und geschätzte 15% der Europäer wieder von der Schöpfungsgeschichte überzeugt. Intelligent Design ist die theologische Antwort auf die Erkenntnisse der Physik und Biologie, und sie mißbraucht Erkenntnisse, um sich seinen eigenen Irrtum weiter erklären zu können. Betrachtet man das ganze etwas intensiver, ist die Frage nach Schöpfung oder Evolution nicht weniger als die Frage: Gibt es unseren Gott, oder gibt es ihn nicht? Eigentlich wollte ich etwas theoretisches schreiben, bis mir gestern dieses göttliche Ereignis vor die Linse kam.
30
2010
Sie missionieren wieder
Jahrelang habe ich darauf gewartet, und dann habe ich sie doch tatsächlich bzw. sie mich verpasst! :-/ Göttliche Fügung? Ich freue mich immer über nette Gespräche. Jehovas Zeugen laden wieder ein in die Uelfe-Wuppertal-Str, um uns in einer besonderen Veranstaltung etwas über Jesus zu erzählen. (weiterlesen…)
25
2010
Evolu… was? Europa auf dem Weg ins Mittelalter
Sorgenvoll schauen wir voller Berechtigung in Regionen, die sich als Gottestaat verstehen. Der Islam scheint auch in Deutschland im Aufwind, islamistische Radikale geben weltweit täglich fundamentales Zeugnis ab, welche zerstörerische Wirkung der Glaube an das vermeintliche Gute für den Menschen und die Menschheit haben kann. Imagine there is no religion. Wir in Deutschland brüsten uns gerne durch die Trennung von Staat und Kirche und einer humanistischen, weil christlichen Gesellschaft. Der Islam, so scheint es, ist tief im Mittelalter verfangen, während wir, die Vergangenheit von kirchlicher Seite als “großes Missverständnis” bagatellisieren, uns auf unsere fortschrittliche Gesellschaft berufen. Wie fortschrittlich ist die westliche Welt und ist es angebracht sich auf “christliche Werte” zu besinnen?
23
2010
Wo bitte geht’s zur Vernunft?
Nochmal ein echter von der Leyen. Auf dem Rücken mißbrauchter Kinder hat sie unlängst versucht ein wahlkampftaktisches Alleinstellungsmerkmal zu finden. Der Versuch ist ja nach der Wahl recht schnell im Sande verlaufen. Und wenn es um den Glauben geht ist sich die gute Frau der Christlich Demokratischen Union auch nicht zu schade, ein weiteres Opfer aus dem Wandschrank zu holen, in den Spot zu stellen, um so mannigfaltig zur Durchdrückung des eigenen Weltbilds den unbedingten Handlungsbedarf zu untermauern. Auch hier verschwand das Opfer wieder im Schrank, weil es sich, ähnlich wie im Kinderporno Fall, nicht instrumentalisieren ließ.
19
2010
Alf, der Messias, ist in Roswell abgestürzt!
Irgendwie wirkt das Bild, unter dem Hintergrund, dass es sich arrogant im ärmsten Teil Brüssels aufplustert, bedrohlich auf mich. »Just a big church (Nur eine große Kirche)« sagte ein Passant unweit des Motivs im Vorbeigehen, als ich die Kamera gezückt habe – um eine weitere Kirche abzulichten. Mitunter findet man ja mehr Kirchen als öffentliche Toiletten. Acht Kirchen zähle ich kurz überschlagen in Radevormwald für ~25.000 Einwohner – dem steht eine öffentliche Toilette gegenüber. In Radevormwald ist die Kirche im Mittelpunkt – schon das Stadtlogo zeigt die vier christliche Kirchtürme. Dabei sind 30% nicht gläubig, viele gehören anderem Glauben an, und welcher Christ weiß heute schon so genau, was man damals an Vatertag gemacht hat, bevor man anfing den Tag zu versaufen?
Whatever…
Geschichte wiederholt sich bekanntlich, wenn auch nicht immer mit den selben Vorzeichen, und häufig auch nichtmal mit dem gleichen Ergebnis. Und dennoch gibt es verblüffende Parallelen. Ich möchte heute eine Geschichte erzählen die vor über 50 Jahren begann, bis heute andauert, und Hunderttausende begeistert. Eine Geschichte die zeigt, wie Glaube Geschichte verändert, Augenzeugen zur unumstößlichen Beweisführung ausreichen und die Geschichte zum Selbstläufer wird, auch wenn alles, nach Alf, »gequirlte Mäusekacke« ist. Es ist ein weiteres Stück meiner, nach dem letztjährigen Pragausflug, erneut aufflammenden, inneren Auseinandersetzung mit dem Glauben als solches sowie der Kirche als weiteres. Es ist als weitere Niederschrift neben Hosianna, wo ich mir Gedanken zu Macht und Geld der Kirche mache, und Euer Lohn im Himmel wird groß sein, was meine Abhandlung zur Bibel als Letztbegründung des Glaubens war, als persönliche Notiz zu verstehen. Dieser Artikel knüpft an die Bibel-Story an.












